Lions stolpern zum Auswärtserfolg | Neue Braunschweiger
6. September 2018
Sport

Lions stolpern zum Auswärtserfolg

American Football: Die Braunschweiger setzen sich in Kiel mit 22:14 durch – Am Sonntag Nordfinale gegen Dresden

Kein leichtes Spiel für die Lions: In dieser Szene wird Passempfänger Paul Bogdann von der Kieler Defensive aufgehalten. Foto: Karsten Reissner

Braunschweig. Ein hartes Stück Arbeit, ein Quäntchen Glück – die New Yorker Lions haben am Wochenende das vorletzte Spiel der regulären Saison gewonnen.

In Kiel schlugen die Braunschweiger Bundesliga-Footballer die Baltic Hurricanes mit 22:14. Damit kommt es am Sonntag (15 Uhr) zum großen Finale im Kampf um die Nordmeisterschaft, wenn der direkte Konkurrent aus Dresden ins Eintracht-Stadion kommt.
Und in der Ferne lauert auch der neue „Angstgegner“ Berlin Rebels noch auf seine Chance, die Lions zu überholen.

Mit breiter Brust gehen die Braunschweiger nicht in das Platzierungsspiel am kommenden Wochenende.
Zuletzt war das Spiel des deutschen Rekordmeisters recht weit weg von der Idealform. Auch in Kiel stotterte es ganz schön im Lions-Antrieb.
Viele Fehler und Unkonzentriertheiten hielten die Außenseiter von der Förde im Spiel.
„Ich bin stolz auf unser Team, die Jungs haben stark gekämpft. Natürlich lief die Saison nicht wie wir wollten, aber heute, gegen eines der besten Teams Europas, haben die Jungs gezeigt, dass wir jede Menge haben, worauf wir aufbauen können“, sagte Hurricanes Headcoach Dan Disch nach dem Spiel zufrieden.

Die Gäste erspielten sich zwar eine 15:7-Halbzeitführung und erhöhten im dritten Viertel auf 22:7. So wirklich sicher konnten sich die Lions aber nie fühlen angesichts ihrer eigenen Fehler. Ein Beispiel: Im dritten Viertel mussten sich die Canes per Punt vom Angriffsrecht trennen, die Lions konnten das Spielgerät aber nicht sichern, und somit bekamen die Kieler den Ball 13 Yards vor der Braunschweiger Endzone.

Dass die Gastgeber nicht verkürzten, war der Lions-Defense zu verdanken, die sich nur noch einmal überwinden ließ.
Zeitgleich hatte der kommende Gegner weniger Mühe bei seinem Sieg: Die Dresden Monarchs schlugen die Hildesheim Invaders überdeutlich mit 40:3. Punktgleich stehen die Lions und die Monarchs an der Tabellenspitze.
Für einen Erfolg werden sich die Braunschweiger steigern müssen, wieder fokussierter auftreten.

Und auch die Berlin Rebels sind noch in Lauerstellung. Verlieren die Lions, und die Rebels gewinnen zu Hause gegen Hildesheim, was wahrscheinlich ist, können sie die Lions sogar auf den dritten Platz verdrängen. Dann würde es für den Vizemeister aus der Löwenstadt in den Playoffs auswärts weitergehen.

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