Löwen glänzen vor vollen Rängen

Basketball-Bundesliga: Durch das 83:79 gegen Berlin klettert das Menz-Team auf Platz sieben

Löwen-Flügel Shaquille Hines (r.) wusste gegen Berlin nicht nur mit diesem Dunking zu gefallen. Am kommenden Mittwoch treten Hines und Co. in Crailsheim an. Foto: Wiedensohler/imago

Braunschweig. Im Klassement der Basketball-Bundesliga sind die Löwen weiter auf dem Weg nach oben. Der 83:79 (42:46)-Heimerfolg gegen Alba Berlin war bereits der neunte Sieg in den vergangenen zehn Partien – und bedeutete zugleich das Vorrücken auf Tabellenplatz sieben.

Angespornt von der Saison-Rekordkulisse von 5094 Zuschauern in der VW-Halle – der Verein hatte diesmal die Stoff-Abhängung der Südkurve entfernt – rissen die Löwen ihre Fans von Beginn an mit. Nach dem ersten Viertel stand es 28:18 für die Gastgeber. Die zweiten zehn Minuten gehörten dann allerdings klar dem Vizemeister von der Spree, der des Spiel drehte und mit einer Vier-Punkte-Führung in die Pause ging. „Ich habe die Spieler in der Halbzeit richtig provozieren und wachrütteln müssen“, berichtete Löwen-Trainer Frank Menz im Anschluss an die Partie.

Und das gelang vor allem in der Verteidigung. In den zehn Minuten nach der Pause erlaubten die Löwen, bei denen erneut Scott Eatherton (21) und DeAndre Lansdowne (17) am besten punkteten, den Berlinern nur zehn Zähler und gingen mit einer 62:56-Führung ins Schlussviertel. Doch wieder kam Alba zurück.
In der Schlussphase schlug dann – wie schon in den Partien gegen Ulm und in Göttingen – die große Stunde von Tommy Klepeisz. Beim Stand von 79:79 traf der Löwen-Guard 42 Sekunden vor der Schlusssirene eiskalt einen vorentscheidenden Dreipunktewurf. „Es war Zeit, dass mal einer fällt“, kommentierte der Matchwinner trocken. Nach zwölf Punkten in Halbzeit eins traf der Österreicher nach der Pause nur noch diesen Wurf – den wichtigsten der Partie.

„Das war vor allem defensiv eine starke Leistung“, freute sich Menz, dass seine Mannen das offensivstärkste Team der BBL bei unter 80 Punkten halten konnten. Der amtierende Liga-MVP Luke Sikma blieb gar gänzlich ohne Zähler.
„Natürlich können wir uns jetzt das Ziel Playoffs stecken“, sagte Klepeisz im Hinblick auf Platz sieben. Die acht besten Teams der Liga spielen nach der regulären Saison in den Playoffs den Meister aus. „Wir haben jetzt den Run und wollen diese Welle reiten. So lange wir auf einem Playoff-Platz stehen, wollen wir auch dafür spielen.“

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