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Löwen melden eine zweite Mannschaft

Fußball: Eckhard Scholz steht nicht als Kandidat für das Eintracht-Präsidentenamt zur Verfügung

Gibt seinen Spielern ab 17. Juni wieder Anweisungen: Trainer André Schubert. Foto: Hübner

Braunschweig. Fußball-Drittligist Eintracht Braunschweig geht mit einer zweiten Mannschaft in die neue Spielzeit. Das Team soll in den kommenden Wochen mit einem neuen Trainer zusammengestellt werden und wird in der Landesliga Braunschweig an den Start gehen.

Die U23 von Deniz Dogan war vor einigen Wochen aus Kostengründen vom Verein aufgelöst worden, um finanzielle Ressourcen für die Drittligamannschaft freizusetzen. Durch die wegfallenden Auflagen und Altersbeschränkungen, die mit dem Betrieb einer U23-Mannschaft verbunden sind, sparen die Löwen eine Menge Geld. „Wir haben uns nach langer und reiflicher Überlegung dazu entschieden, für die neue Saison eine zweite Mannschaft in der Landesliga zu melden. Um die sportliche Bedeutung eines Unterbaus für die Profis wissen wir und perspektivisch werden wir mittelfristig nach einer möglichen Rückkehr in die 2. Bundesliga in den nächsten Jahren diesen Unterbau auch wieder benötigen. Eine Wiederbelebung der U23 zu einem späteren Zeitpunkt wäre dann mit einem Start in der untersten Spielklasse verbunden gewesen“, erklärt Eintracht-Aufsichtsratsmitglied Tobias Rau.

Einziger Wermutstropfen ist die Tatsache, dass die späte Meldung einer Landesligamannschaft Auswirkungen auf andere Klubs hat und klassentiefere Teams nun absteigen müssen. „Das bedauern wir sehr“, erklärt Eintracht-Präsident Sebastian Ebel, der betont, dass zuerst die Finanzierung sichergestellt werden musste: „Für uns war immens wichtig sicherzustellen, dass wir alle Rahmenbedingungen zumindest für die nächste Spielzeit erfüllen und diesen Aufwand auch wirklich für ein Jahr stemmen können. Sowohl organisatorisch als auch wirtschaftlich, auch wenn der komplett durch externe Partner finanzierte Etat logischerweise nur einen Bruchteil der Kosten der Oberligamannschaft umfasst.“
Außerdem wollen die Blau-Gelben die bestehende Kooperation mit den Freien Turnern intensivieren. „Nachwuchsspieler, die bei uns den Sprung in die höhere Leistungsmannschaft oder in den Profibereich nicht direkt schaffen, sollen so die Möglichkeit bekommen, sich durch uns begleitet bei den Turnern weiterzuentwickeln und Spielpraxis zu sammeln“, so Ebel.

Außerdem gaben die Löwen bekannt, dass Reha- und Athletiktrainer Andreas Gross seinen auslaufenden Vertrag an der Hamburger Straße nicht verlängern wird und zu Fortuna Düsseldorf wechselt. Zudem steht fest, dass Eckhard Scholz nicht als möglicher Kandidat für das Präsidentenamt bei den Löwen zur Verfügung steht. Der ehemalige Vorstandsvorsitzende von Volkswagen Nutzfahrzeuge möchte stattdessen als parteiloser Kandidat für die CDU zur Wahl des Oberbürgermeisters in Hannover antreten und das Ehrenamt des Eintracht-Präsidenten deshalb nicht bekleiden.

Unterdessen wurden erste Termine für die anstehende Sommervorbereitung bekanntgegeben. Am 17. Juni (Montag) startet die Mannschaft von André Schubert in den Übungsbetrieb und absolviert zwei Tage später um 18.30 Uhr ein Testspiel beim Bezirksligisten SV Grün-Weiß Calberlah.

Am 21. Juni (Freitag) sind die Blau-Gelben dann zur gleichen Uhrzeit bei der TSG Bad Harzburg zu Gast. Auch für das diesjährige Trainingslager bleiben die Löwen in der Region und halten sich vom 24. bis 30. Juni in Wesendorf auf.
Am 7. Juli um 15 Uhr absolviert das Team dann einen Test gegen Bundesligist Hertha BSC Berlin im Volksparkstadion Neuruppin. Für den 13. Juli ist eine weitere Testbegegnung vorgesehen; Gegner und Spielstätte stehen noch nicht fest.

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