Löwen springen über den Strich

Fußball: Schubert tritt trotz überzeugendem 3:0 gegen Meppen auf die Euphoriebremse

Jubel bei Eintrachts Torschütze Stephan Fürstner und Philipp Hofmann (9). Foto: imago

Braunschweig. Nach dem 3:0-Erfolg gegen den SV Meppen rutschten Eintrachts Drittligafußballer erstmals seit dem dritten Spieltag wieder auf einen Nichtabstiegsplatz vor.

Zwar kann Energie Cottbus im heutigen Nachholspiel gegen Unterhaching noch an den Löwen vorbeiziehen, dennoch ist das Heranrücken ein deutliches Signal an die Konkurrenten, dass weiterhin mit den Blau-Gelben zu rechnen ist.
Auch spricht der Trend vor dem Auswärtsspiel in Lotte (Sonntag, 14 Uhr) weiterhin für die Mannschaft von André Schubert, die nur eines der letzten elf Spiele verlor und sechsmal ohne Gegentreffer blieb.

Trotz der guten Bilanz und dem zumindest vorübergehenden Sprung in die sichere Zone, trat der Eintracht-Trainer nach dem überzeugenden Auftritt gegen die Emsländer auf die Euphoriebremse: „Das spielt absolut keine Rolle, mit 32, 35 oder 38 Punkten steigst du ab. Aus der Erfahrung der letzten Jahre wissen wir, dass 44 oder 45 Punkte zum Klassenerhalt nötig sind, dabei ist völlig egal, wann du zuvor auf welchem Tabellenplatz gestanden hast.“

Trotzdem konnte der 47-Jährige mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden sein, die sich gegen die zuvor stark aufspielenden Emsländer sowohl in spielerischer, als auch in kämpferischer Hinsicht durchsetzte.
„Das 3:0 ist ein Schritt in die richtige Richtung, dennoch müssen wir weiter Punkte sammeln und konsequent an den Dingen arbeiten, die wir uns vorgenommen haben“, fordert der Fußball-Lehrer, der berichtet, dass er und seine Mannschaft im Winter bestimmte Teilziele ins Auge gefasst haben und diese nun bis zum Saisonende abzuarbeiten versuchen: „Das sind zum Beispiel die Anzahl der Tore, die wir erzielen möchten, wie viele Heimspiele wir gewinnen wollen, oder wie viele Auswärtspunkte wir mitnehmen wollen. Auf diese Teilziele konzentrieren wir uns, anstatt Woche für Woche auf die Tabelle zu schauen.“

Auf diese Art und Weise wollte der Fußball-Lehrer den „schweren, aber machbaren Weg“ greifbarer machen, auch weil er sich seit seinem Amtsantritt immer wieder mit Untergangsszenarien konfrontiert gesehen hatte: „Wir mussten uns ständig anhören, dass wir Endspiele hätten und das Ganze trotz der noch langen Saison sowieso nicht mehr zu schaffen sei. Die Teilziele haben wir gesetzt, damit die Mannschaft etwas besitzt, woran sie sich orientieren kann.“

Mit 18 Punkten aus neun Begegnungen im neuen Jahr klappt dies bislang hervorragend, auch wenn sein Team in den vergangenen Wochen immer wieder mit der Grippewelle zu kämpfen hatte und mehrere Akteure wochenlang ausfielen, oder angeschlagen ins Spiel gingen.

„Wir haben schon einiges damit zu tun gehabt, auch wenn wir nicht die einzigen waren“, berichtet Schubert, der seiner Mannschaft aber eine „außergewöhnlich gute Konstitution“ bescheinigt: „Wir sind konditionell in sehr guter Verfassung und in der Lage, das Tempo hoch zu halten. Keine Angst haben zu müssen, nach hinten heraus einzubrechen, macht die Jungs im Kopf stabiler.“

Dieses Problem machte auch im Hinspiel gegen Lotte einen dreifachen Punktgewinn zunichte, nachdem SFL-Akteur Matthias Rahn in der Nachspielzeit den 2:2-Ausgleich markieren konnte.

Nach seiner Roten Karte beim 0:0 gegen Kaiserslautern muss Abwehrmann Nils Rütten am Sonntag jedoch zuschauen, während Yari Otto den Löwen nach abgelaufener Gelbsperre wieder zur Verfügung steht.

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