Löwen verlieren nach schwacher zweiter Halbzeit

Basketball-Bundesliga: Das Menz-Team kehrt mit einer 62:80-Niederlage aus Gießen zurück.

Dyshawn Pierre war wie schon in Vechta bester Punktesammler der Löwen. Foto (Archiv): T.A.

Von Christoph Matthies, 02.10.2016.

Braunschweig. Zwanzig Minuten lang spielten die Löwen-Basketballer richtig gut mit, ehe die Gießen 46ers allmählich davonzogen. Zu viele Ballverluste und eine schwache Dreierquote waren die deutlichsten Kritikpunkte bei der 62:80 (38:38)-Niederlage in der Gießener Sporthalle Ost.

Von der 8:2-Führung der Gastgeber nach drei Minuten ließen sich die Löwen nicht beeindrucken. Mit einem aggressiven Drive zum Korb sorgte Sid-Marlon Theis, der auch die ersten Braunschweiger Punkte am Brett erzielt hatte, für das 4:8. Kurz darauf beim 7:8 aus Löwensicht zeigten Carlos Medlock und Geoffrey Groselle einen schönen Pick-and-Roll-Spielzug, den der leichtfüßige Center Groselle mit Korbleger (plus Bonusfreiwurf) abschloss. Ein einfacher und effektiver Spielzug, den die Löwen leider viel zu selten zeigten.

Nach Dreier von Carlton Guyton, der von Jannik Freese schön bedient worden war, erzielte Freese selbst am Brett den 16:16-Ausgleich (9. Minute), als er von Marco Völler, Sohn von Fußball-Legende Rudi, nicht gestoppt werden konnte. Ein Dreier von Dyshawn Pierre brachte die erste Gäste-Führung (19:16), mit 21:16 und einem 10:0-Lauf gingen die Löwen in die erste Viertelpause.

In den ersten Minuten des zweiten Viertels spielten die Braunschweiger ihren schönsten Basketball der Partie. Aufbauspieler Carlos Medlock brachte die gegnerische Verteidigung mit gewitzten No-Look-(Boden-)Pässen durcheinander, Shooting Guard Carlton Guyton zeigte sich aggressiv. Bis auf 35:27 wuchs der Löwen-Vorsprung an. Ballverluste und verworfene Dreier (insgesamt nur 4/20) schwächten die Löwen aber auch schon vor der Pause, mit 38:38 ging es in die Kabine.

Nach der Pause blieb es lange eng, auch wenn Gießen nun wieder leicht vorweg marschierte. In den letzten fünf Minuten des dritten Viertels ließ Löwen-Coach Frank Menz dann den Youngster Lars Lagerpusch auf das Parkett. Eine konsequente Maßnahme im Sinne der Talentförderung, auch wenn Lagerpusch dem Team in dieser vielleicht vorentscheidenden Phase der Partie noch nicht wirklich helfen konnte. Die Gießener schossen sich von außen langsam warm, der starke Joshiko Saibou traf für drei zum 58:49 nach dreißig Minuten.

Auch im Schlussviertel fielen die Dreier der Gastgeber, Andreas Obst, der vor der Saison aus Bamberg kam, erhöhte schon bald auf 64:50. Fünf Minuten vor Spielende traf Jahenns Manigat ebenfalls aus der Distanz zum 67:51, und damit war die Birne fast schon geschält. 22 Ballverluste standen nach 40 Minuten auf dem Spielbogen der Löwen – zu viele, vor allem, wenn man nur 20 Prozent seiner Dreier trifft.

Für die Löwen punkteten: Pierre 15 (8 Rebounds), Groselle 13, Medlock 11 (6 Assists, 6 Ballverluste), Guyton 8, Theis 7, Freese 5, Simon 2, Figge 1, Schwartz, Lagerpusch.

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