Löwen verlieren nach schwacher zweiter Halbzeit | Neue Braunschweiger
30. Dezember 2015
Sportliches

Löwen verlieren nach schwacher zweiter Halbzeit

Basketball-Bundesliga: Durch die 77:84-Heimniederlage zieht Ulm in der Tabelle vorbei.

Löwen-Kapitän Nico Simon (links) konnte die Niederlage mit seinen 13 Punkten auch nicht verhindern. Foto: Ammerpohl

Von Christoph Matthies, 30.12.2015.

Braunschweig. Auch die Löwen-Basketballer konnten gut aufgelegte Ulmer nicht stoppen. Das 77:84 (46:42) war bereits der siebte Sieg in Folge für die Gäste. Die Braunschweiger rutschen durch die Niederlage vorerst aus den Playoff-Rängen und belegen jetzt BBL-Rang neun.

Sehr lange Zeit war es ein überaus ausgeglichenes Spiel, dass die erneut ordentliche Kulisse von 3924 Zuschauern in der Volkswagenhalle zu sehen bekam. Zur Halbzeitpause konnten die Löwen, die sich zwischenzeitlich kurz bis auf acht Punkte abgesetzt hatten, immerhin eine Vier-Punkte-Führung mit in die Kabine nehmen. Und der Wurf der Löwen fiel, rund 70 Prozent ihrer Versuche fanden ihr Ziel.

„Ulm kam in der zweiten Halbzeit wie verwandelt raus“, kommentierte Löwen-Kapitän Nico Simon, dem 13 Punkte bei starker Quote (5/7) gelangen, hinterher, warum seiner Mannschaft das Spiel nach dem Seitenwechsel aus der Hand glitt. In den ersten zwei Minuten der zweiten Halbzeit setzten sich die Löwen zwar wieder bis auf acht Punkte ab (51:43), dann allerdings schlug die Stunde von Da’Sean Butler, Raymar Morgan und den anderen Ulmern. Zunächst zwei Dreier von Butler, dann einige Punkte am Brett vom athletischen Forward Morgan und gute Aktionen von Ex-NBA-Mann Chris Babb und Augustine Rubit ließen die „Spatzen“ allmählich davon ziehen – auch, weil die Löwen in den letzten siebeneinhalb Minuten des dritten Viertels nur noch fünf Pünktchen erzielten.

Mit einer Acht-Punkte-Hypothek (58:66) gingen die Gastgeber ins Schlussviertel, ließen sich so schnell aber nicht entmutigen. Nach einem wahren Zirkus-Layup von Center Kenny Frease und einem Turnaround-Sprungwurf von Keaton Grant, der mit nur elf Punkten ansonsten eher blass blieb, war der Rückstand wieder auf vier Zähler geschmolzen. Die „Big Points“ gelangen in der Folge aber den Ulmern. Ein Dreier von Butler gut vier Minuten vor dem Ende sorgte wieder für eine Acht-Punkte-Führung (63:71), eineinhalb Minuten später hielt Babb, Topscorer der Ulmer mit 20 Punkten, die Löwen mit einem irren Dreier auf Distanz (67:74, 38. Minute).

Als Derek Needham eine Minute vor Schluss noch einen Korbleger mit Bonusfreiwurf verwandelte, war das beim Stand von 72:78 schon fast zu spät – was auch damit zu tun hatte, dass die Ulmer, die deutlich besser gereboundet hatten (43:27), nun in Person von Babb an der Freiwurflinie cool blieben.

Für die Löwen punkteten: Stevens 16, Needham 15, Simon 13, Frease 12, Grant 11, Nash 5, Theis 4, Gertz 1.

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