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Löwen weisen Schröders Kritik zurück

Basketball-Bundesliga: Zwischen NBA-Star und Klub knirscht es wegen einer Personalie hörbar

Ein Bild aus harmonischeren Tagen: Dennis Schröder (links) und Paul Anfang. oh

Braunschweig. Eigentlich sollte der 83:66 (39:38)-Testspielsieg gegen die Eisbären Bremerhaven beim Löwen-Tag am Wochenende im Mittelpunkt stehen. Doch es kam anders für Braunschweigs Bundesliga-Basketballer: Die scharfe Kritik von Nationalspieler Dennis Schröder an den Löwen, bei denen er immerhin Mehrheitsgesellschafter ist, sorgte bundesweit für Schlagzeilen. Und konnte, aus Sicht des Vereins, nicht unbeantwortet bleiben.

Der NBA-Star hatte auf die Kündigung seines Entdeckers und Mentors Liviu Calin, der sich mit dem Verein deshalb nun in einem Rechtsstreit befindet, harsch reagiert. „Es ist eine Schande, was in Braunschweig bei den Löwen los ist“, hatte er nach dem WM-Sieg gegen Senegal in China gepoltert: „Ich bin Gesellschafter, es sollte mit mir telefoniert werden, bevor so eine Entscheidung öffentlich wird. Das ist nicht passiert und Konsequenzen werden kommen.“

Am Montag dann reagierten die Löwen ihrerseits mit einer Pressemitteilung, um die Vorwürfe ihres Ex-Spielers richtigzustellen. „Dennis Schröder war frühzeitig über sein Management, sprich seinen Bruder Cheyassin Secka, in alle Details der Personalentscheidung schriftlich und demzufolge nachweislich eingebunden“, entgegnete der Aufsichtsratsvorsitzende Paul Anfang dem Basketballer. Und fuhr fort: „Wir haben darüber hinaus zahlreiche – ebenfalls in schriftlicher Form – Gesprächsangebote gemacht, die von Dennis Schröder jedoch entweder nicht wahrgenommen oder ignoriert wurden.“ Der Manager von BS-Energy drückte außerdem sein Bedauern darüber aus, dass Schröder seine Kritik in die Öffentlichkeit getragen hatte, anstatt sie intern anzubringen.

Für die nun möglicherweise drohende Konsequenz, dass Schröder die Brocken bei den Löwen hinwirft, sei der Klub laut Anfang gut gerüstet: „Sollte es so weit kommen, wird dies weder den Basketball-Standort Braunschweig noch seine jüngste Erfolgsgeschichte, die wir natürlich fortführen wollen, gefährden. Wir können auf eine starke finanzielle Basis der Hauptsponsoren bauen, zu denen Dennis Schröder im Übrigen nicht gehört.“

Die erst im Mai 2017 begonnene Zusammenarbeit, die im vergangenen Jahr in der Übernahme von 70 Prozent der Gesellschafter-Anteile an der Löwen-GmbH durch Schröder gipfelte, könnte also schon bald zu Ende gehen. Schröders Bruder und Manager Che Secka hatte ein Statement nach der WM in China angekündigt. Dieses wird nun, nachdem das Nationalteam das Turnier am Montag auf einem enttäuschenden 18. Platz beendet hat, mit Spannung erwartet.

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