Löwen werden nicht noch mal aktiv

Basketball-Bundesliga: Braunschweig verliert mit 74:82 bei Alba Berlin

Ohne Scott Eatherton, der mehrere Wochen ausfallen wird, liegt noch mehr Verantwortung auf den Schultern von Führungsspieler DeAndre Lansdowne (am Ball). Foto: Wiedensohler/imago

Braunschweig. Mit einer 74:82 (43:39)-Niederlage sind die Löwen-Basketballer vom Auswärtsspiel bei Alba Berlin zurückgekehrt und konnten die Überraschung des Hinspiels damit nicht wiederholen. Das lag nicht zuletzt am Fehlen des verletzten Löwen-Centers Scott Eatherton.

Ohne ihren Fels in der Brandung hatten die Braunschweiger besonders in Korbnähe einen schweren Stand gegen die Berliner. Doch in Halbzeit eins boten die Gäste dem Tabellenvierten dennoch sehr beachtliche Gegenwehr. Nicht zuletzt Neu-Nationalspieler Christian Sengfelder, eigentlich auf der Position des Power Forwards zu Hause, machte seine Sache in der ungewohnten Center-Rolle gut und kam am Ende auf ein Double-Double (15  Punkte, 10 Rebounds). Topscorer wurde DeAndre Lansdowne mit 21  Punkten.

Nach der Pause kamen die Berliner mit Wut im Bauch aus der Kabine und überrollten die Löwen im dritten Viertel (28:10). Nun machte sich auch das Fehlen von Eatherton bemerkbar, der dem Team von Trainer Frank Menz in der Offensive doch noch ganz andere Optionen bietet. „Ich bin froh, dass wir wie immer in dieser Saison trotzdem keine Sekunde nachgelassen haben und am Ende sogar noch die Chance hatten, das Spiel knapp zu machen“, war Menz im Nachgang dennoch zufrieden. „Am Ende mit acht Punkten in Berlin zu verlieren, das ist schon mehr als ein Achtungserfolg“, fand auch Löwen-Geschäftsführer Sebastian Schmidt hinsichtlich der Leistung gegen die zu Hause noch ungeschlagenen Berliner lobende Worte.

Dem Wunsch seines Trainers, in Reaktion auf die Knieverletzung von Scott Eatherton noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv zu werden, erteilt Schmidt dagegen eine Absage. „Wir werden definitiv keinen weiteren Spieler verpflichten“, stellt der Geschäftsführer klar. Sportlich würde eine solche Maßnahme wohl Sinn machen, wirtschaftlich eher nicht. „Und das Geld müssten wir ja auch erst mal akquirieren“, betont Schmidt. Für die mindestens noch drei ausstehenden Monate der Saison wäre das immerhin eine hohe fünfstellige Summe.

Das bevorstehende Länderspielfenster, in dem nur Christian Sengfelder und Tommy Klepeisz mit ihren Nationalteams im Einsatz sein werden, gibt Eatherton nun etwas Zeit zur Heilung. Am 2.  März steht dann die Heimpartie gegen Würzburg auf dem Programm.

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