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Löwen wollen keine Geschenke verteilen

Basketball-Bundesliga: Im Pokal tritt Braunschweig heute in Frankfurt an – Am Mittwoch (15 Uhr) Heimspiel gegen Ulm

Eine starke Verteidigung, so wie hier von BJ Blake (rechts) gegen Ludwigsburgs Owen Klassen, werden die Löwen auch in Frankfurt und gegen Ulm zeigen müssen. Foto: Hübner

Braunschweig. Von einer besinnlichen Zeit kann bei den Löwen-Basketballern momentan keine Rede sein, in den kommenden zwei Wochen absolvieren sie gleich fünf Partien. Los geht es heute um 18 Uhr mit dem Pokal-Viertelfinale bei den Skyliners Frankfurt. Am 2. Weihnachtstag (Mittwoch, 15 Uhr) besucht dann Ulm zum Bundesliga-Duell die Volkswagenhalle.

Fünf Siege konnten die Löwen aus den vergangenen sechs Begegnungen erringen, nur in der Frankfurter Fraport-Arena mussten sie sich mit 77:82 geschlagen geben. Und ausgerechnet dort, wo die Braunschweiger seit 16 Jahren nicht mehr gewonnen haben, müssen sie nun schon wieder antreten. „Wir hatten die Chance, dort zu gewinnen, und haben sie selbst aus der Hand gegeben“, erinnert sich Shooting Guard DeAndre Lansdowne gut an die Partie am 24. November, als seine Löwen die erste Halbzeit verschlafen hatten, nach der Pause aber eine Aufholjagd starteten und 95 Sekunden vor Schluss durch seinen Dreier sogar in Führung gingen – am Ende aber doch verloren.

Trotz der knappen BBL-Partie und der Tatsache, dass die Braunschweiger als Tabellenelfter zwei Plätze vor den Hessen stehen, sieht Trainer Frank Menz sein Team als klaren Außenseiter. „Wenn wir dort gewinnen, wäre das eine riesengroße Überraschung“, sagt Menz, der auch im Hinblick auf die Liga-Ziele weiterhin tiefstapelt. „Wir sind definitiv kein Playoff-Team“, betont der ehemalige Bundestrainer beispielsweise. Doch für sein Understatement ist Menz durchaus bekannt.
Tatsächlich auf einen Playoff-Platz klettern könnten die Löwen am Mittwoch, wenn der punktgleiche Tabellenneunte aus Ulm seine Visitenkarte in der VW-Halle abgibt. „Die Ulmer sind die Mannschaft, die am meisten unterperformt“, sagt Menz über den Gegner, den er für „unfassbar gut besetzt“ hält. Besonders die Athletik der Ulmer um Topscorer Javonte Green (15,1 Punkte) hebt der Löwen-Coach hervor. Er kennt aber auch ihre Schwächen: „Sie spielen manchmal ein bisschen wild und verteidigen nicht immer sehr gut.“

Nach drei Heimsiegen in Folge werden die Braunschweiger auf jeden Fall selbstbewusst in die Partie gehen. „Wir wollen zusehen, dass wir zu Hause eine Festung werden“, erklärt Menz. Im Kreise des Teams Weihnachten gefeiert wird übrigens nicht: „Jetzt wird erstmal gespielt und hoffentlich gewonnen – danach können wir feiern.“

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