Löwen zurück im Mannschaftstraining | Neue Braunschweiger
20. Mai 2020
Sport

Löwen zurück im Mannschaftstraining

Auch Meppen für Saisonfortsetzung – Positiver Corona-Test in Chemnitz

Sportdirektor Peter Vollmann hofft, die Eintracht bald wieder – wenn auch auf Sicht ohne Zuschauer – im Spielbetrieb zu sehen. Foto: Joachim Sielskiimago images

Braunschweig. Nach zwei durchgehend negativen Corona-Testreihen sind die Löwen zu Wochenbeginn ins reguläre Mannschaftstraining eingestiegen und hoffen weiterhin auf einen baldigen Start in die restliche Spielzeit. Ob es dazu kommt, bleibt weiterhin ungewiss, da Sachsen-Anhalt und Thüringen noch immer keine Freigabe für die Austragung des Drittligaspielbetriebs ihrer Mannschaften vor Anfang Juni erteilt haben. Somit ist ein Abbruchszenario weiterhin möglich, auch weil beim Chemnitzer FC mehrere Corona-Fälle auftraten und dem DFB die Zeit langsam davonzulaufen droht.

„Die Freigabe der örtlichen Behörden liegt vor, zudem haben wir die im DFB-Hygiene-Konzept vorgeschriebenen Testungen auf das Corona-Virus vorgenommen. Wir freuen uns, dass damit der Rückkehr ins Mannschaftstraining nichts mehr im Weg steht“, freut sich Peter Vollmann über die Tatsache, dass es den Blau-Gelben nun wieder möglich ist reguläre Einheiten zu absolvieren, mahnt aber auch zur Vorsicht mahnt: „Natürlich gilt auch weiterhin, dass wir die ausgearbeiteten Hygiene- und Schutzmaßnahmen rund um den Trainingsbetrieb mit den dazugehörigen regelmäßigen Testungen sorgfältig umsetzen und einhalten.“ Unterdessen ist noch immer unklar, ob und wenn ja, wann es mit dem Spielbetrieb weitergeht. Noch immer regt sich bei einigen Clubs der Widerstand gegen eine Saisonfortsetzung. Vor allem die Abstiegskandidaten Halle, Magdeburg und Jena wollen die laufenden Spielzeit ohne Absteiger abbrechen. Trotz des erfolgreichen Bundesliga-Restarts sehen die Verantwortlichen sich außerstande, eine ordnungsgemäße Umsetzung des DFB-Schutz- und Hygienekonzeptes umzusetzen, auch hat die Politik in den betreffenden Bundesländern noch kein grünes Licht gegeben. Auch der Plan, die noch ausstehenden elf Partien eng getaktet in den kommenden Wochen auszutragen, stößt auf Widerstand, da ein erhöhtes Verletzungsrisiko vermutet wird.

Der SV Meppen hat sich inzwischen bereiterklärt, entgegen seiner ursprünglichen Haltung auch ein Saisonende nach dem 30. Juni zu akzeptieren, sodass mittlerweile elf Clubs für eine Saisonfortsetzung votieren. Neun Clubs der Fortsetzungsbefürworter haben den DFB mittlerweile aufgefordert, den Spielplan für die Restsaison bis heute Abend um 19 Uhr zu terminieren und wollen eine „klare Ansage“, ob die Spielzeit fortgesetzt werden kann. Erfolgt dies nicht, wird diese Frage wohl erst am kommenden Montag, 25. Mai, auf dem außerordentlichen DFB-Bundestag beantwortet werden.

Mittlerweile sind auch in der dritten Liga die ersten Corona-Fälle bekannt geworden. Ein Akteur des Chemnitzer FC wurde positiv getestet und vom Gesundheitsamt in zweiwöchige Quarantäne geschickt. Gleiches gilt für zwei weitere Akteure, die in Kontakt mit dem betreffenden Spieler standen. Da die Sachsen jedoch noch kein reguläres Mannschaftstraining aufgenommen hatten, bleibt der positive Test für den Rest des Teams ohne Folgen.

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