Mahalbasic ist nicht zu stoppen

Basketball-Bundesliga: Die Löwen verlieren bei starken Oldenburgern mit 89:103

Das Duell mit Löwen-Center Scott Eatherton konnte Oldenburgs Rasid Mahalbasic (links) eindeutig für sich entscheiden. Foto: Andreas Burmann/imago

Oldenburg. Auch im Rückspiel gegen die Baskets aus Oldenburg konnten die Löwen-Basketballer keine Punkte einfahren: Das 89:103 (50:48) war nach der Halbzeitpause eine deutliche Angelegenheit.

Dabei hatten die Braunschweiger an der Hunte gut begonnen und nach 20 Minuten sogar geführt. Doch der ostfriesische Pausentee schien den Gästen nicht zu schmecken: Nach dem Seitenwechsel machten sie es den Oldenburgern viel zu einfach. Fünf Dreipunktewürfe, davon drei von Altmeister Rickey Paulding (13 Punkte), der zuvor kaum Akzente hatte setzen konnte, und zu viele einfache Punkte in Korbnähe gaben den Ausschlag für ein drittes Viertel, das mit 32:17 an den Tabellenzweiten ging – im Prinzip die Vorentscheidung.

Die individuell stark besetzten Oldenburger, bei denen Aufbauspieler Will Cummings (22 Punkte) Topscorer wurde, ließen sich den Heimsieg nun nicht mehr nehmen. Noch dominanter als Cummings agierte allerdings Center Rasid Mahalbasic: Der Österreicher überragte mit 19 Punkten, 13 Rebounds und 10 Assists, dem ersten Triple-Double in der Basketball-Bundesliga seit 2010. Damit entschied Mahalbasic auch das Center-Duell gegen den an diesem Abend früh foulbelasteten und auch sonst eher blassen Scott Eatherton (14 Punkte, 3 Rebounds) eindeutig für sich. Beste Punktesammler der Löwen, die nun mit zehn Siegen und neun Niederlagen auf Tabellenplatz sieben stehen, war DeAndre Lansdowne. Der US-Guard markierte 23 Zähler.

Bereits vor der Partie an der Hunte durfte sich Löwen-Trainer Frank Menz über eine individuelle Auszeichnung freuen. Der 54-Jährige, der den Verein zum Saisonende nach drei Dienstjahren verlassen wird, wird beim Allstar-Day am 23. März in Trier das Team „National“ coachen. Das haben die Fans der Basketball-Bundesliga per Online-Voting entschieden. Mit 26,15 Prozent der Stimmen setzte er sich knapp gegen Oldenburgs Trainer Mladen Drijencic (24,6 Prozent) durch.
„Ich freue mich darüber. Das ist eine tolle Anerkennung für mich, aber auch für das ganze Umfeld“, kommentierte Menz seine Wahl. Im Team „International“ wird ihm der Spanier Aito Garcia Reneses gegenüberstehen. Der Coach von Alba Berlin erhielt 33 Prozent der Stimmen und ließ damit die anderen ausländischen Trainer hinter sich. Sowohl Menz als auch Reneses werden ihr Debüt als Trainer beim BBL-Allstar-Game geben.

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