Makkakunies und Monstervögel | Neue Braunschweiger
11. November 2014
Kulturelles

Makkakunies und Monstervögel

Die Ausstellung „Tiere – mit und ohne Streifen“ ist im Lebenshilfeatelier Geyso 20 zu sehen.

Dr. Gerhild Kaselow, Künstler Winfried Kostka und Geyso-20-Leiterin Nina Roskamp freuen sich auf die Ausstellung.

Von André Pause, 12.11.2014.

Braunschweig. Dalmatiner oder Nashörner – ist klar – kennt der Tierfreund. Was aber ist mit den entenähnlichen Monstervögeln oder den Makkakunies. Nie gehört? Dann sind Sie ein Fall für die diesjährige Special-Art-Ausstellung im Atelier Geyso 20. Eröffnung ist am 14. November um 19 Uhr.

Unter dem Motto „Tiere – mit und ohne Streifen“ wird dem schöpferischen Reichtum der hier arbeitenden Künstler Raum geboten. Bekannte Namen stehen neben unbekannten Positionen, naturalistische Tierstudien behaupten ihren Platz neben Anleihen an die Kunstgeschichte. Abstraktes und Naives treffen auf Verrücktes.
„Das Tier ist ein beliebtes Thema, das in der Outsider-Kunst immer wieder vorkommt“, erzählt Nina Roskamp, Leiterin des Ateliers der Lebenshilfe Braunschweig. Die mittlerweile siebte Ausstellung spiegelt die zentrale Bedeutung.
Die beteiligten Künstler sind: Annette Ahrens, Murat Akay, Aymen Ben Kacem, Volker Darnedde, Reinhard Dittrich, Volker Dormann, Carsten Eggeling, Dirk Geffers, Viola Heidelberg, Martina Herbst, Mahalia Heydemann, Jan Jäger, Thilo Kogel, Sevim Kubat, Winfried Kostka, Johanna Kranz, Susanne Lauer, Oliver Nowicki, Hilke Ohlhorst, Evelyn Riedmüller, Ann Kathrin Retzlaff, Julia Retzlaff, Thekla-Maria Schmidtmeier und Christian Wolf. Rund 70 Positionen haben sie beigesteuert. Manche Arbeiten sind gerade erst entstanden, andere sind älter, einige wurden im Rahmen von Workshops gefertigt, andere nicht. Auch die Motivation für das jeweilige Motiv ist von Fall zu Fall verschieden.
Oliver Nowicki interpretiert den venezianischen Maler Pietro Longhi. Dirk Geffers entenähnlichen Monstervögel sind Beschäftigung mit der eigenen Vergangenheit. Der Kosmos aus Farben und Zahlen (die Ziffer zwei steht für die Ente) verbindet das Erfahrungsreich mit der konkreten Biografie. Eine ganz neue Tierart erfindet Volker Darnedde, seine grünblauen Makkakunies sehen aus wie eine Mixtour aus Saurier, Pitbull und Lurch. Herrlich verrückt – und irgendwie genial.
Die gewünschten Werke dürfen im Übrigen vor Ort und sofort in Besitz genommen werden. Lücken an den Ausstellungswänden werden ergänzt und halten Geyso 20 in Bewegung.
Zu sehen sind die „Tiere – mit und ohne Streifen“ bis zum 6. Februar 2015, montags bis freitags von 13 bis 17 Uhr sowie am Samstag, 15. November, ebenfalls von 13 bis 17 Uhr. Vom 20. Dezember 2014 bis 4. Januar 2015 ist die Galerie geschlossen.
Infos unter: www.kunstatelier-lebenshilfe-braunschweig.de .

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