„Mannschaft der Stunde“ kommt

Fußball: Eintracht erwartet den Halleschen FC – Einsatz von Jonas Thorsen ist fraglich

Zweikampfstark: Eintrachts Christoffer Nyman gegen Aalen. Foto: Susanne Hübner.

Vor dem letzten Heimspiel des Kalenderjahres 2018 ging es bei Eintracht mit dem Abschied von Soeren Oliver Voigt und der Jahreshauptversammlung rund.
Auf dem Platz wollen sich die Männer von André Schubert heute im Heimspiel gegen den Halleschen FC (Anstoß 14 Uhr) davon jedoch unbeeindruckt zeigen und den Fans den zweiten Saisonsieg schenken.

„Wir konzentrieren uns auf das, was wir beeinflussen können und das ist auf dem Rasen“, erklärt der Eintracht-Trainer in Bezug auf die unruhige Woche an der Hamburger Straße und plant gegen den Tabellenvierten das umzusetzen, was beim 2:2 gegen Aalen nicht gelang.

„Wir sind immer noch sehr verärgert und enttäuscht darüber, dass wir den Vorsprung gegen Aalen nicht über die Zeit bekommen haben. Nun müssen wir gegen Halle versuchen Gas zu geben und von der ersten Minute an erfolgreich Fußball zu spielen.“

Das Team von Torsten Ziegner bezeichnet er aufgrund ihrer Erfolgsserie als „Mannschaft der Stunde“ und sieht es nach dem Umbruch im Sommer gut aufgestellt: „Dort hat sich viel entwickelt, sie wollen oben dranbleiben und versuchen, in den Kampf um die Aufstiegsplätze einzugreifen. Dementsprechend werden sie das Spiel gewinnen wollen. Sie haben eine klare Idee und ziehen diese durch.“

Vor allem in der Offensivabteilung, wo mit Braydon Manu und Mathias Fetsch seit Wochen zwei ehemalige Löwen glänzen, hat Schubert die größten Stärken der Ziegner-Elf ausgemacht: „Sie versuchen, über außen sehr viel Tempo zu kreieren, haben mit Manu einen sehr schnellen und mit Fetsch, Pascal Sohm und Sebastian Mai sehr zweikampfstarke Spieler.“

Sein eigenes Team sieht er vor heimischem Publikum trotz der langen Negativserie auf einem guten Weg: „Grundsätzlich versuchen wir die Spiele zu gewinnen, manchmal entwickelt es sich aber anders. Wir waren in den Spielen die bessere Mannschaft mit einem Chancenplus, allerdings haben wir uns nicht dafür belohnt. Das versuchen wir Samstag hinzubekommen.“

Personell kann der 47-Jährige aus dem Vollen schöpfen, lediglich hinter dem Einsatz von Jonas Thorsen (Rückenprobleme) steht ein Fragezeichen. Zwar hofft Schubert erneut auf große Unterstützung der eigenen Fans, die gegen Aalen in den ersten 45 Minuten aus Protest gegen die Ansetzungen von Montagsspielen ausgeblieben war.

Protestaktionen als Entschuldigung für bescheidene Leistungen heranzuziehen, lehnt er jedoch ab: „Davon dürfen wir uns nicht beeinflussen lassen. Ich kann die Maßnahme an sich und was dahintersteht komplett nachvollziehen und bin der Meinung, dass Montagabendspiele in der dritten Liga nichts zu suchen haben.“
Um die Chancen zu erhöhen, dass Eintracht auch in der kommenden Spielzeit in dieser Spielklasse antreten wird, fahndet Schubert bereits nach Verstärkungen für die Winterpause: „Es geht nicht darum, wie im Sommer 20 neue Spieler zu holen, sondern um gezielte Verstärkungen. Wenn man ein gutes Netzwerk hat, gibt es durchaus Ideen“. Der aktuell fehlende Sportdirektor sei dabei kein Hinderungsgrund: „Das ist eine Situation die ich kenne. Wir haben eine Liste und versuchen das zu realisieren, was möglich ist.“

So könnten sie spielen : Kruse – Nkansah, Valsvik, Becker – Kijewski (Amundsen), Fürstner, Bürger, Sauerland – Nyman, Hofmann (Y. Otto), Bulut.

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