Marc Arnold: „Auswärtsglück nicht überstrapazieren“ | Neue Braunschweiger
4. Oktober 2016
Sportliches

Marc Arnold: „Auswärtsglück nicht überstrapazieren“

2. Fußball-Bundesliga: Eintracht holt Punkt in Heidenheim – Heimspiel gegen Kaiserslautern.

Holte mit seiner Mannschaft einen Punkt beim 1. FC Heidenheim: Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht. Foto: Eibner

Von Elmar von Cramon, 04.10.2016.

Braunschweig. Zum ersten Mal in dieser Spielzeit trennte sich Tabellenführer Eintracht mit einem Unentschieden vom Gegner. Das 1:1 gegen Verfolger Heidenheim durfte dabei aus Braunschweiger Sicht als glücklich bezeichnet werden. Den Blau-Gelben gelang es auf diese Weise, die Heidenheimer auf Distanz zu halten, während die siegreichen Konkurrenten aus Stuttgart, Hannover und Würzburg Boden gut machen konnten.

„Nach guter Startphase sind wir aus dem Rhythmus gekommen“, lautet die Analyse von Marc Arnold, der die Gastgeber über weite Strecken der Partie besser im Spiel sah, die den Sieg am Ende aber durch Abschlussschwäche hergeschenkt hatten: „Heidenheim hat nach und nach die Oberhand gewonnen, am Ende aber die Vorentscheidung verpasst.“
So konnten die Braunschweiger in Person von Domi Kumbela zur richtigen Zeit zuschlagen und den Ausgleich erzielen. „Danach war es ein offenes Spiel“, fand Arnold, der dennoch nicht verhehlen wollte, dass er sich künftig auf fremden Plätzen eine bessere Darbietung wünscht: „Wir wollen unser Auswärtsglück nicht überstrapazieren. Wenn man oben steht, holt man so einen Punkt aber vielleicht eher, weil man an seine eigenen Stärken glaubt.“
Außerdem konnte Torsten Lieberknecht in Heidenheim durchaus Wechselglück bescheinigt werden. Mit Beginn der zweiten Halbzeit hatte Patrick Schönfeld, der für den glücklosen Christoffer Nyman eingewechselt worden war, ein gutes Spiel gezeigt. Im Schlussspurt setzte der Eintracht-Coach mit Hendrick Zuck und Onel Hernandez dann zwei weitere Male auf das richtige Pferd. Der Deutsch-Kubaner bereitete sogar den Ausgleichstreffer vor. „Alle Einwechselspieler haben eine gute Leistung gezeigt. Wieder einmal hat man gesehen, dass wir jeden einzelnen Spieler brauchen“, war Arnold zufrieden.
Nun gehen die Blau-Gelben in die Länderspielpause und treten am 17. Oktober (Montag) vor eigenem Publikum gegen den 1. FC Kaiserslautern an. Auch die darauffolgende Partie gegen Greuther Fürth ist ein Heimspiel. Der 46-Jährige möchte die weiße Heimweste auch in den beiden anstehenden Begegnungen bewahren, rechnet aber damit, dass die Pfälzer aufgrund des Tabellenstandes alles versuchen werden, um Zählbares aus der Löwenstadt zu entführen: „Sie stehen schon jetzt mächtig unter Druck.“
Während Suleiman Abdullahi (Reha) wohl auch nach der Pause noch nicht in den Kampf um die Kaderplätze eingreifen wird, sollen Maximilian Sauer und der gegen Heidenheim kurzfristig ausgefallene Marcel Correia dann wieder mit von der Partie sein.
Ob sich in der Länderspielpause in Sachen Vertragsverlängerung mit ihm oder Torsten Lieberknecht etwas ergeben wird, wollte Arnold weder bestätigen noch dementieren. „Wir müssen abwarten“, lautet seine Antwort in Bezug auf die so wichtige Weichenstellung.

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