Markurth stellt Bewerber vor

Holger Herlitschke soll Umweltdezernat leiten, Dr. Thorsten Kornblum das Ordnungsdezernat

Sie sollen die Zukunftsaufgaben Klimaschutz und Digitalisierung meistern: Oberbürgermeister Ulrich Markurth (Mitte) stellt die beiden Wunschkandidaten Holger Herlitschke (rechts) für das neu zu schaffende Umweltdezernat und Dr. Thorsten Kornblum für das Ordnungsdezernat vor. Foto: Marion Korth

Innenstadt. Auf Holger Herlitschke (55) und Dr. Thorsten Kornblum (37) warten große Aufgaben. Oberbürgermeister Ulrich Markurth stellte den Architekten Herlitschke und den Juristen und Verwaltungsfachmann Kornblum am Montag als Wunschkandidaten für die beiden neu zu besetzenden Stadtratsstellen vor.

Kornblum leitet derzeit das Büro von Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius und wird nun dem Rat als Nachfolger von Claus Ruppert, der im April 2020 in den Ruhestand tritt, vorgeschlagen werden. Kornblum soll die Digitalisierung im Organisations-, Personal- und Ordnungsreferat, zu dem auch der Bereich Bürgerservice gehört, weiter voranbringen. „Ich kann mich persönlich hier sehr stark einbringen“, sagte Kornblum. Die großen Gestaltungsmöglichkeiten hätten ihn zu dem Wechsel aus Hannover ermutigt.

Holger Herlitschke ist bislang selbstständig als Architekt tätig, führt mit seiner Partnerin seit 25 Jahren ein eigenes Büro, zudem kam er 2006 für die Grünen in den Stadtrat, war danach auch Fraktionsvorsitzender. Er soll das neue „Umweltdezernat“ mit dem Bereich Hochbau leiten. Ziel ist es, mit dem neuen Dezernat den Umwelt- und Klimaschutz in der Stadt zu stärken und nach außen besser sichtbar zu machen.

„Ich habe tiefe Einblicke von beiden Seiten des Tisches“, sagte Herlitschke. Aus Braunschweig sei er eigentlich nur zum Studieren hinausgekommen, versteht sich als Braunschweiger durch und durch. Anstöße für ein Klimaschutzprogramm, die Organisationsuntersuchung im Baubereich oder die so genannten Pocketparks kommen aus seiner politischen Arbeit. Die Schwierigkeiten der Schulsanierung bei laufendem Betrieb kennt er von Berufs wegen. „Die Grundschule Klint haben wir über 13 Jahre saniert“, sagte Herlitschke. Manches lasse sich nicht ändern, aber er sieht Potenzial in einer Neuausrichtung der Arbeitsstrukturen. Nicht alles sei eine Frage des Geldes. Markurth wertet Herlitschkes persönliche Kontakte und praktischen Erfahrungen als Vorteile, beispielsweise für die Zusammenarbeit mit Stadtbaurat Leuer.

Über den „Flurfunk“ im Rathaus war Herlitschkes Name schon vor Monaten verbreitet worden. Unabhängig davon seien beide Bewerber aus einem standardisierten, „sehr aufwendigen und intensiven Bewerbungsverfahren“ in die engere Wahl gekommen. Für das Umweltdezernat hätten 18 Bewerbungen vorgelegen, 30 hätten sich um die Stelle des Ordnungsdezernenten beworben.

Beide Stadträte werden jeweils für die Dauer von acht Jahren gewählt. Die Wahl findet in der kommenden Ratssitzung am 12. November statt.

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