Matjes, Müller und die „Söderhofers“

Carsten Müller und die CDU im Gespräch

Carsten Müller (hinten Mitte) und sein CDU-Team (von links): Friederike Harlfinger, Antje Keller, Helga Wienzel, Ingeborg Stange und Max Pohla. Foto: Obi-Preuß

Von Ingeborg Obi-Preuß, 23. Juni 2018 Braunschweig. War gut, ist gut, bleibt gut: Das Matjesessen bei der CDU hatte schon vor Jahren so etwas wie Tradition, dann war es eingeschlafen, jetzt hat es Carsten Müller wieder aktiviert. „Einmal im Jahr wollen wir uns zwanglos mit ’der Presse’ der Region unterhalten“, erklärte der Bundestagsabgeordnete. Und ein kleines Mittagessen erleichtert bekanntlich die Kommunikation.
Hausmannskost (mit Braunschweiger Speckstippe), keine großen Ausgaben aus der Parteikasse natürlich, alles selbst zubereitet von den guten Seelen der CDU, Ingeborg Stange und Helga Wienzel, Friederike Harlfinger hatte die liebevolle Dekoration übernommen.

Wie es denn so ist zwischen den „Söderhofers“ in Berlin, wollten „die Presseleute“ wissen, und Carsten Müller machte kein Geheimnis daraus, dass die Diskussion beim Thema Flüchtlinge an den Nerven zerrt. „Aber wenn wir die Zahlen nüchtern betrachten, dann geht es um rund 30 000 von den durchschnittlich 200 000 Menschen, die jährlich zu uns kommen, die an den Grenzen zurückgeschickt werden können und sollen“, rechnete er vor. Das Problem sei eher eine subjektive Wahrnehmung, die Bevölkerung sorge sich um die schwarzen Schafe unter den Asylbewerbern.

Auf Braunschweig angesprochen, stellte er das Thema Wohnen heraus und wünschte sich eine schnellere Bearbeitung von Bauanträgen. Außerdem kam er auf sein altes Thema Stadtbahnausbau zu sprechen. „Es ist gut, dass wir die Straßenbahn haben, aber ein Ausbau ist unsinnig“, meint Müller. Der würde Unsummen kosten, die Diskussion sei ideologisch geführt worden. Das Thema Bahnausbau würde nur Sinn machen beim „Überlandausbau“, also um die Städte untereinander sowie Stadt und Land miteinander zu verbinden.

In Zukunft würde Mobilität komplett anders aussehen, Elektroautos oder autonomes Fahren würden ganz neue Möglichkeiten eröffnen. Bis dahin sei es sinnvoller in der Stadt auf einen „kreativen Mix“ aus Bussen, Carsharing und anderen Modellen zu setzen. „Denn der Individualverkehr ist wichtig, er bedeutet auch ein Stück Freiheit“, sagte Müller.

^