McCoys Doppelschlag bleibt ein Strohfeuer | Neue Braunschweiger
8. August 2015
Sportliches

McCoys Doppelschlag bleibt ein Strohfeuer

Football: Die Lions gewinnen ihr Heimspiel gegen die Berlin Rebels mit 40:23 (21:0).

Durfte nach seiner Verletzung endlich wieder ran: Quarterback Grant Enders (Mitte). Foto: Reißner

Von Christoph Matthies, 08.08.2015.

Braunschweig. Mit einem ungefährdeten Sieg untermauerten die Lions ihre Ambitionen auf den Nordmeistertitel in der German Football League. Auch wenn die Berlin Rebels in der zweiten Halbzeit besser wurden, hieß es am Ende 40:23 für das Team von Cheftrainer Troy Tomlin, das zwei Rückkehrer in seinen Reihen begrüßen konnte.

Schon nach anderthalb Minuten meinten es die Rebels gut mit den Hausherren. Beim Puntversuch bekamen sie den Ball nicht unter Kontrolle und erlaubten es der Lions-Offense, schlappe 13 Yards vor der gegnerischen Endzone mit ihrer Arbeit zu beginnen. Die Braunschweiger nahmen das Geschenk an: Mit seiner ersten Ballberührung fand Quarterback Casey Therriault den weit offenen Christian Bollmann, der mühelos in die Endzone spazierte (7:0).

Erst Mitte des zweiten Viertels kam erneut Bewegung auf die Anzeigetafel, als Therriault mit einem 28-Yards-Pass den jungen Ballfänger Janos Knopf in der Endzone bediente. Für das 23-jährige Eigengewächs war dies nach seinen Punkten in Kiel bereits der zweite Touchdown innerhalb einer Woche. Kicker Tobias Goebel ließ bei seinem ersten Extrapunkt nach langer Verletzungspause nichts anbrennen (14:0).

Fünf Sekunden vor der Halbzeitpause verliehen die Lions die ihrer Führung dann sogar noch das Prädikat „komfortabel“: Den letzten Meter bis zur Endzone lief Spielmacher Therriault selbst und entließ die 2711 Lions-Fans beruhigt in die Pause. Jegliche gefährliche Annäherung der Berliner war von der Defense der Gastgeber bis dahin im Keim erstickt worden.

Keine Zeit verschwenden, um den Sack zuzumachen, dachten sich die Lions nach der Pause. Es dauerte keine halbe Minute, bis Wide Receiver Anthony Dablé eine 18-Yard-Flanke von Therriault aus der Luft pflückte (28:0). Doch die Rebels hatten, trotz ihrer schwachen ersten Hälfte, offensichtlich nicht vor, sich im Eintracht-Stadion kampflos zu ergeben. Mit einem Doppelschlag verkürzte Berlins Larry McCoy, einer der erfolgreichsten Runningbacks der Liga, innerhalb weniger Minuten auf 12:28. Mit den Extrapunkten wurde es allerdings nichts. Zuerst blockte Mamadou Sy den Kick, nach dem zweiten Touchdown entschied sich Rebels-Trainer Javier Cook für eine 2-Point-Conversion, die aber ebenfalls misslang.

Das Momentum war jetzt auf Seiten der rebellischen Berliner, doch drei Minuten vor Ende des dritten Durchgangs konnten die Lions erneut erhöhen (34:12). Diesmal durfte Wide Receiver Niklas Römer nach einem 19-Yards-Anspiel von Therriault jubeln, auch wenn der anschließende Extrapunkt misslang. Die Rebels machten es vier Minuten später besser, als ein Field-Goal-Versuch aus 31 Metern durch die Stangen flog (34:15).

Auch wenn sich die Lions das Leben in Halbzeit zwei mit Strafen aufgrund von Unsportlichkeiten selbst schwer machten, wurde es nicht mehr spannend. Chris Smith erhöhte noch einmal für die Lions (40:15), Rebels-Läufer Deontray Johnson und eine geglückte 2-Point-Conversion durch Larry McCoy (40:23) stellten den Endstand her.

In den Schlussminuten durfte dann Quarterback Grant Enders, der nach seiner Verletzung erst in dieser Woche wieder voll ins Training eingestiegen war, wieder die Zügel in die Hand nehmen – und den wie immer stark aufspielenden Casey Therriault etwas früher in den Feierabend entlassen.

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