6. Februar 2015
Politisches

Meeting Point statt Teeküche

Immobilienfrühstück beleuchtete Arbeitswelten der Zukunft.

Wichtige Vertreter beim Immobilienfrühstück (v.l.): Wirtschaftsdezernent Gerold Leppa, Simone Schumacher (Braunschweig Zukunft GmbH), Gastredner Sven Iserloth und Gastgeber Ulrich Müller (Öffentliche Facility Management GmbH). Foto: T.A.

Von Falk-Martin Drescher, 06.02.2015.

Braunschweig. Im Rahmen des elften Frühstücks der regionalen Immobilienwirtschaft wurden neue Konzepte für Immobilien und Arbeitswelten beleuchtet.

Rund 100 Gäste nutzten das Branchentreffen, das in den Räumlichkeiten der Öffentlichen Versicherung Braunschweig gastierte, für einen Austausch zu aktuellen Themen und Trends.

Natürlich griff Gerold Leppa, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung, in seinen Einführungsworten auch den neuesten „Deal“ auf: den Kauf des Schlosscarrees durch die Volksbank Braunschweig-Wolfsburg. Ganz besonders allerdings warf die Immobilienbranche den Blick auf die Impulse von Sven Iserloth, Gründer der IF5-Agentur, einem Planungsbüro für neue Arbeitswelten. „Neue Lebensstile prägen auch Arbeitsstile“, erklärte er. Etwa würde der Wunsch nach Teilzeitbeschäftigungen wachsen – darauf müsse auch bei der Büroplanung geachtet werden. „Shared Spaces“ seien ein Gedanke. Sogenannte „Meeting Points“ würden ferner den Austausch zwischen den Abteilungen befruchten, auch helfen offene Räume bei projektbasiertem Arbeiten.

„Nutzen statt besitzen“ ist ein weiteres, wichtiges Stichwort. Keine festen Arbeitsplätze, vielmehr mobile „Arbeitssituationen“. Oder „Coworking“: In den neuartigen Coworking-Spaces, die es unter anderem auch in Braunschweig und Wolfsburg gibt, können Plätze wochen- und tagesweise gemietet werden. „Gute Arbeit braucht gute Orte und Wahlmöglichkeiten“, erklärte Iserloth. Warum neben Zuhause und Büro nicht noch einen dritten Ort – den flexiblen oder dezentralen Arbeitsplatz – etablieren? Einerseits um Wege zu verhindern, andererseits müssten die Modelle mehr auf Lebensphasen zugeschnitten werden – das Arbeiten von Zuhause ist dabei ein Aspekt.

„Die Immobilienwirtschaft kann dabei helfen, solche Themen zu unterstützen“, merkte Leppa an. Auch sollten die Unternehmen selbst über derartige Konzepte nachdenken.

Einige Unternehmen mit vordenkenden Arbeitswelten sind im neuen Film „Augenhöhe“ zu sehen. Am Mittwoch, den 25. Februar zeigt das BZV Medienhaus den Film erstmals in der Region, kostenfrei. Eine Anmeldung unter magazine@bzv.de genügt.

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