Mehr Leben drin bei den Löwen

Fußball: Eintracht startet erfolgreich in die Aufholjagd – Heute Test gegen die U23 der Hertha

Erfolgreicher Joker: Mike Feigenspan traf in seinem ersten Pflichtspiel für die Eintracht gleich ins Tor. Foto: imago

Braunschweig. Die Aufholjagd hat begonnen! Mit dem 2:0-Erfolg gegen Hansa Rostock konnten die Drittliga-Fußballer der Eintracht am vergangenen Wochenende einen überzeugenden Start ins neue Jahr feiern. Außerdem fielen die Ergebnisse auf den anderen Plätzen für die Mannschaft von André Schubert weitestgehend günstig aus, so dass der Rückstand zu den Nichtabstiegsplätzen auf fünf Zähler verringert werden konnte.

„Natürlich schaffen wir nicht durch ein einziges Spiel den Klassenerhalt, dennoch war der Start wichtig“, freute sich der Eintracht-Trainer über den gelungenen Heimauftakt. Gegen kampfstarke Rostocker hatte seine Mannschaft von Beginn an dagegengehalten und eine phasenweise drückende Überlegenheit erzeugt. „Man versucht das Spiel zu Hause in die Hand zu nehmen und Druck zu machen“, erläuterte der 47-Jährige, dessen personelle Maßnahmen allesamt fruchteten.

Gekrönt wurde der starke Auftritt von der Tatsache, dass mit Rückkehrer Benjamin Kessel (51.) und Joker Mike Feigenspan (88.) zwei Neuzugänge die Entscheidung herbeiführten. Auch Jasmin Fejzic, der gegen Rostocks Pascal Breier (62.) per Glanzparade den Ausgleich verhinderte und Marcel Bär, der Feigenspans Treffer auflegte, konnten genauso wie der kampfstarke Bernd Nehrig ein gelungenes Debüt feiern. „Wir haben uns für Spieler in der Startelf entschieden, die mit dem Druck umgehen können, weil sie schon eine Menge erlebt haben“, so Schubert, der mit der Gesamtentwicklung zufrieden ist: „Mannschaftliche Geschlossenheit hatten wir bereits gegen Halle, Cottbus und Karlsruhe, jetzt ist aber noch mehr Leben drin. Es wird mehr miteinander geredet, sich gegenseitig gecoacht und angefeuert. Auch haben wir im Training und in den Testspielen gemerkt, dass die Qualität jetzt eine andere ist.“

Deutlichstes Zeichen hierfür war das Fehlen von David Sauerland, der vor der Winterpause noch Stammspieler war. Genauso wie Manuel Janzer, Leon Bürger und Jonas Thorsen schaffte er den Sprung in den 18er-Kader nicht, während Nils Rütten aufgrund seines Studiums noch bis Anfang Februar kürzer treten muss.

Entwarnung gab es unterdessen für Marc Pfitzner. Statt einer befürchteten schweren Verletzung erlitt der Routinier lediglich eine Knieprellung und muss im Training einige Tage kürzer treten. Auch Nehrig und Kessel hatten gegen Rostock leichtere Blessuren erlitten und mussten ausgewechselt werden. Für das kurzfristig für heute anberaumte Testspiel gegen die U23 von Hertha BSC (14 Uhr, Hertha-Trainingsgelände am Schenckendorffplatz) dürfte das Trio ausfallen, bis zum nächsten Auswärtsspiel am kommenden Montag in Zwickau aber wieder zur Verfügung stehen.

Die Auftaktpartie der „Schwäne“ gegen den KSC war am vergangenen Wochenende heftigen Schneefällen zum Opfer gefallen, so dass die Sachsen gegen Eintracht ins neue Jahr starten werden. Bis dahin hoffen die Löwen mit Ayodele Adetula, Eric Veiga und Nick Otto drei ihrer Talente verleihen zu können. Während letzterer sich bereits bei der U23 des FC St. Pauli vorstellte, müssten die anderen beiden Youngster zunächst ihre am Saisonende auslaufenden Verträge verlängern, um für eine Leihe in Frage zu kommen. „Sie brauchen Spielpraxis, die sie bei uns wohl nicht bekommen werden. Wir würden ihre Verträge gerne verlängern und hoffen eine Lösung zu finden, die für alle Seiten positiv ist“, so Schubert.

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