30. April 2018
Kultur

Mehr schwere Unfälle in Fallersleben

Kommissariatsleiterin Insa Reinecke-Buß stellte die Statistik für 2017 vor

Von Michael Michalzik, 30.04.2018

Fallersleben. Die K114, die Tangente zwischen Wolfsburg und Gifhorn, bleibt das Sorgenkind der Fallersleber Polizei. „Ich sehe dort große Probleme“, betonte Kriminalhauptkommissarin Insa Reinecke-Buß, als sie jetzt die Unfallstatistik des Jahres 2017 vorstellte. Allein im vorigen Dezember starben dort drei Menschen. In einem Fall überholte der Fahrer eines SUV mit Anhänger mehrere Fahrzeuge sowie ein nach links abbiegendes Auto, um dann frontal in einen Lastzug zu fahren. Tragisch auch der zweite Vorfall, der als nachgewiesener Suizid keinen Niederschlag in der offiziellen Statistik findet: Ein Autofahrer nahm sich auf der K114 das Leben, riss aber auch einen Unbeteiligten mit in den Tod. Hinzu kommen drei Schwerverletzte auf der Strecke.
Reinecke-Buß: „Und es wird noch einmal komplizierter, wenn die Bauarbeiten am Radweg wieder in vollem Umfang aufgenommen werden.“ Trotz bestehender Tempolimits und Überholverbots werde dort weiter deutlich zu schnell gefahren: „Ich stelle mir vor, dass wir dort noch stärker kontrollieren werden.“
Insgesamt ereigneten sich im vorigen Jahr im Bereich des Kommissariats Fallersleben 545 Unfälle, im Jahr davor waren es noch 443. Die Zahl der Schwerverletzten stieg von vier auf zwölf. Die Ursachen sind sehr unterschiedlich: Missachtung der Vorfahrt und Abbiegefehler führen die Statistik an. Für eine Vielzahl kleinerer Schäden gibt es eine einfache Erklärung: Viele Leasingnehmer bestehen darauf, dass die Polizei gerufen wird, wenn es auf einem der VW-Parkplätze im Fallersleber Beritt einen Rempler gegeben hat. Zwölf Fahrer wurden alkoholisiert erwischt – besonders „auf dem Weg zum Brötchenholen nach einer durchzechten Nacht“. Die Polizei hat schon reagiert: Durch die Umstellung des Schichtplans sind Sonntags nun mehr Streifenwagen im Einsatz. Zufrieden ist Reinecke-Buß auch mit der Ampellösung am Mörser Knoten: „Seit dem Umbau ist dort endlich Ruhe.“

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