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Mehrweg statt Einweg – Aus für Pappbecher

Antrag der SPD-Fraktion auf ein Pfandsystem für Becher mit breiter Mehrheit beschlossen

In Wolfsburg gibt es den "Recup"-Becher, um Müll zu vermeiden.

Braunschweig. Gegen die Stimmen der AfD-Fraktion hat sich der Rat der Stadt am Dienstag dafür ausgesprochen, die Einführung eines Pfandsystems für Kaffeebecher prüfen zu lassen.

Auf Initiative der SPD-Fraktion möchte man „in Braunschweig dazu beitragen, den Müll zu verringern“, sagte SPD-Ratsfrau Annegret Ihbe und legte Zahlen der Deutschen Umwelthilfe vor, nach denen in Deutschland jährlich rund drei Milliarden Einwegbecher verbraucht würden. Die Einwegbecher könnten – etwa wie bei einem bundesweiten System, das Wolfsburg nutzt (wir berichteten) – durch Pfandbecher ersetzt werden.
Dass genau diese Plastikbecher eine bessere Ökobilanz aufwiesen als herkömmliche Pappbecher, bezweifelte AfD-Ratsherr Gunnar Scherf und berief sich auf wissenschaftliche Studien.

Lisa-Marie Jalyschko von der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen begrüßte den SPD-Vorschlag ausdrücklich, gab aber zu bedenken, ob die Bequemlichkeit des Menschen, einen Becher zuhause zu waschen und immer wieder mitzunehmen, am Ende ein derartiges System praktikabel mache.
Die Verwaltung wird das nun gemeinsam mit Stadtmarketing, Alba, Kammern und Verbänden prüfen.

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