Meisner und Morris sichern Tabellenführung | Neue Braunschweiger
18. Oktober 2014
Sportliches

Meisner und Morris sichern Tabellenführung

Basketball: Die SG will heute gegen Stahnsdorf den vierten Saisonsieg.

Mit je 20 Zählern waren Lukas Meisner und Kurt Morris die erfolgreichsten Werfer der SG Baskets. Dritte Scoring-Option war Robin Amaize (Foto), dem 13 Punkte und fünf Assists gelangen. T.A.

Von Christoph Matthies, 18.10.2014.

Braunschweig. Auch ohne A2-Nationalcenter Maurice Pluskota sind die Baskets in der ProB weiterhin ohne Niederlage. Dies soll auch heute (17.30 Uhr) in Kleinmachnow so bleiben.

Mit dem 77:60 (33:25)-Heimerfolg gegen Dresden konnten die SG Baskets die Tabellenführung in der ProB-Nord am Freitagabend verteidigen. Eine deutliche Angelegenheit, die auch Trainer Liviu Calin zufriedenstellte. Oder? „Wir haben richtig schlecht gespielt. Katastrophe“, ging Calin trotz des Sieges hart mit dem ins Gericht, was seine Mannschaft besonders in der ersten Halbzeit gezeigt hatte. „Zu viele Ballverluste, 17-mal im Eins-gegen-Eins geschlagen. Taktisch total konfus, ohne Gleichgewicht, ohne Kontrolle, falsche Entscheidungen“, kritisierte der Trainer in erster Linie seine Doppellizenzspieler. Die aber, wie er einräumte, am Freitag auch schon ein mehrstündiges Training in den Knochen hatten.
Die Vorstellung nach dem Seitenwechsel gefiel Trainer und Fans dann deutlich besser. Vor allem U20-Nationalspieler Lukas Meisner, der von der NBA träumt, wurde seiner Rolle als Führungsspieler nun gerecht. „Wir haben in der zweiten Halbzeit besser als Team agiert und unsere Würfe getroffen. Dann hat es auch wieder richtig Spaß gemacht“, fand der variable Small Forward, dem man die Spielfreude besonders in den letzten 150 Sekunden des dritten Abschnitts anmerkte. Drei Distanzwürfe in Folge versenkte Meisner (insgesamt 20 Punkte) in dieser Phase, der dritte zum 58:38 bedeutete kurz vor Viertel-ende schon die Vorentscheidung.
Unterstützung bekam Meisner vor allem von Aufbau-Neuzugang Kurt Morris, der ebenfalls ein heißes Händchen demonstrierte und vier von fünf Dreierversuchen versenkte. „Ich bin auf jeden Fall ein guter Schütze, aber eigentlich eher ein Old-School-Point-Guard, der zuerst seine Mitspieler sucht“, stellte der Deutsch-Amerikaner hinterher klar, dass nicht in jeder Partie die 20 Punkte von ihm zu erwarten seien, die ihm gegen Dresden gelangen. Sein Trainer Liviu Calin hätte heute gegen Stahnsdorf, wenn die SG auf ihre Doppellizenzler verzichten muss, allerdings sicher nichts dagegen.

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