Meyer: „Den Schwung mitnehmen“ | Neue Braunschweiger
19. Dezember 2020
Sport

Meyer: „Den Schwung mitnehmen“

Eintracht heute gegen Fürth und Dienstag gegen Dortmund – Löwen verlassen Abstiegsränge

Spielt heute gegen seinen Ex-Club: Eintracht-Torjäger Nick Proschwitz. Foto: imago images/Noah Wedel

Braunschweig. Vor dem Punktspiel-Jahresabschluss gegen Greuther Fürth (heute 13 Uhr) und dem Pokalmatch gegen Borussia Dortmund (Dienstag, 20 Uhr) haben die Löwen beim 2:2 gegen den SC Paderborn ihren zweiten Auswärtspunkt erkämpft und die Abstiegsränge erst einmal hinter sich gelassen. Dabei bewies die Elf von Daniel Meyer einmal mehr ihre Moral und konnte wie schon in Sandhausen einen frühen 0:2-Rückstand egalisieren.

„Von der Leistung her unser bestes Auswärtsspiel. Für uns ist wichtig, dass wir wieder besser Fußball gespielt haben als gegen Osnabrück“, war der Coach mit dem Ergebnis nach 90 Minuten zufrieden, ärgerte sich aber naturgemäß über den abermals frühen Rückstand. Zum siebten Mal in der laufenden Spielzeit war seine Mannschaft nach weniger als zehn Minuten in Rückstand geraten. Zunächst verwandelte Denis Srbeny nach einem Foul von Felix Kroos einen Foulelfmeter (8.), bevor Chris Führich nach Patzer im Blau-Gelben Aufbauspiel für eine abermalige kalte Dusche sorgte (19.).

„Wir haben ein für uns fast typisches Spiel erlebt. Aus meiner Sicht sind wir ganz gut reingekommen und wollten intensiv verteidigen, aber es hat wie immer nichts genützt“, kommentierte der Eintracht-Coach die Dramaturgie, die wie schon gegen Bochum, Nürnberg, Sandhausen und St. Pauli beinhaltete, dass sich seine Mannschaft keineswegs geschlagen gab und folgerichtig zunächst zum Anschlusstreffer kam.
Fabio Kaufmanns Bogenlampe fälschte dabei ausgerechnet der Ex-Braunschweiger Marcel Correia unhaltbar für seinen Keeper ins eigene Tor ab (29.). Als „schwierig für den Kopf“ bezeichnete Meyer dann die Tatsache, dass Schiedsrichter Guido Winkmann im weiteren Verlauf gleich zweimal dem vermeintlichen Ausgleich die Anerkennung verweigerte.

In der Nachspielzeit der ersten Hälfte stand zunächst Martin Kobylanski im Abseits, dann sprang Nick Proschwitz der Ball vor seinem Torabschluss gegen die Hand (62.). Als sich die Gastgeber durch Gelb-Rot für Christopher Antwi-Adjei selbst dezimiert hatten (74.), zeigten sich die Löwen nervenstark und kamen durch einen schönen Kopfball von Proschwitz nach Musterflanke von Kaufmann zum hochverdienten 2:2 (81.). Ein Powerplay in den Schlussminuten brachte dann keinen weiteren Treffer für die Löwen, bei denen sich Marcel Bär nach einer Diskussion mit seinem Gegenspieler die Ampelkarte einhandelte : „Wir haben völlig verdient den Ausgleich erzielt und waren in Überzahl sogar dran, das Spiel komplett zu drehen. Nach dem Spiel letzte Woche sollten wir soweit zufrieden sein“, war Meyer nach dem Spiel glücklich mit „verdientem Punkt“ bei einem direkten Konkurrenten: „Er hebt uns vom Relegationsplatz, das ist optisch und emotional wichtig“, so der 41-Jährige, der Auftrieb für sein Team bei den letzten beiden Herausforderungen des Jahres erwartet: „Ich hoffe, dass wir den Schwung mit ins letzte Ligaspiel und den Pokal nehmen“.

Fehlen werden heute neben dem gesperrten Bär auch Niko Kijewski (Reha nach Kreuzbandriss), Benjamin Kessel (Schulter-OP), Leon Bürger (Mittelfußbruch), Nico Klaß (Schambeinentzündung) und Danilo Wiebe (Covid-19-Quarantäne).

So könnten sie spielen: Fejzic – Schlüter, Nikolaou, Wydra, Ziegele (Schultz) – Kroos, Kammerbauer (Ben Balla) – Kobylanski – Abdullahi (Schwenk), Proschwitz, Kaufmann

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