Meyer: „Rechnen uns etwas aus“ | Neue Braunschweiger
19. September 2020
Sport

Meyer: „Rechnen uns etwas aus“

Eintracht morgen in Heidenheim – Nikolaou freut sich über die Rückkehr von Zuschauern

Eine Szene aus dem Pokalspiel gegen Hertha BSC Berlin: Daniel Meyer gibt engagiert Anweisungen, gestikuliert mit den Armen. Foto: Michael Taeger/imago images

Braunschweig. Morgen um 13.30 Uhr kämpfen die Löwen endlich wieder um Zweitligapunkte. Gegen den 1. FC Heidenheim möchte die Mannschaft an die tolle Vorstellung beim Pokalsieg gegen Hertha BSC anknüpfen und Zählbares mit auf die Heimreise nehmen.

Im Rahmen des sechswöchigen Testbetriebs mit Zuschauern unter Corona-Bedingungen könnte der Aufgalopp in der 15 000 Plätze fassenden Voith-Arena vor bis zu 3000 Besuchern steigen. „Es ist eine sehr unangenehm zu bespielende Mannschaft, die taktisch sehr diszipliniert und physisch spielt. Es ist immer schwierig dort etwas mitzunehmen, weil sie dir alles abverlangen“, weiß auch Daniel Meyer.

Im Gegensatz zu den Löwen konnte sich die Mannschaft von Frank Schmidt im DFB-Pokal jedoch nicht durchsetzen und schied beim klassentieferen SV Wehen Wiesbaden mit 0:1 aus. „Das DFB-Pokalspiel gegen Wehen Wiesbaden hat gezeigt, dass auch bei Heidenheim noch Dinge zusammenwachsen müssen. Dementsprechend rechnen wir uns trotzdem etwas aus“, so der Eintracht Coach, der im Training zunächst die „Rückmeldungen aus dem Hertha-Spiel“ abarbeitete und sich mit seinem Team seit Mitte der Woche mit den „Besonderheiten von Heidenheim“ beschäftigt.

Für Neuzugang Jannis Nikolaou war das Pokalspiel gegen Hertha ein Deja vu. Bereits in der Vorsaison war er mit Dynamo Dresden in der ersten Runde auf die „alte Dame“ getroffen, vor 70 000 Zuschauern im Olympiastadion im Elfmeterschießen aber unglücklich mit 7:8 ausgeschiedenen. „Das Spiel hatte ich natürlich im Hinterkopf, ohne dass ich unseren Sieg vom Freitag als Revanche betrachte. Trotzdem war es für uns ein ganz besonderer Abend, den man nicht so schnell vergessen wird“, so der 27-Jährige, der nun auch im Ligaalltag schnell in die Spur finden möchte: „Wir müssen hellwach und fokussiert sein und wie gegen Hertha unser eigenes Spiel auf den Platz bringen. Wir wollen defensiv gut stehen, dem Spiel unseren Stempel aufdrücken und Chancen kreieren.“ Den Gegner, der unglücklich in der Relegation gescheitert war, sieht er als „gestandenen Zweitligisten“ und blickt voller Vorfreude auf die Begegnung in der Voith-Arena: „Wir freuen uns darauf, dort hinzufahren und uns zu messen. Generell freuen wir uns alle sehr, dass wieder Zuschauer ins Stadion dürfen, das macht den Fußball aus. Selbst mit nur 500 Zuschauern wie gegen Hertha kommt eine ganz andere Resonanz von der Tribüne. Dass unsere eigenen Fans nicht dabeisein können, ist schade, allerdings haben wir dann nächste Woche gegen Kiel den Support von unseren Heimfans.“

Die letzte Partie im Januar 2018 verloren die Blau-Gelben zwar mit 0:2 weisen ansonsten aber eine extrem gute Bilanz gegen den FCH auf. Von den restlichen elf Begegnungen in zweiter und dritter Liga konnten die Löwen acht für sich entscheiden, dreimal gab es eine Punkteteilung.

So könnten sie spielen: Fejzic – Ziegele, Wydra (Nikolaou), Schultz – Kijewski, Ben Balla, Nikolaou (Kammerbauer), Kessel (Wiebe) – Kobylanski – Abdullahi, Kaufmann (Bär).

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