27. Februar 2021
Sport

Meyer : „Werden keine wilden Sachen machen“

Eintracht-Trainer baut im Duell mit Nürnberg auf Konstanz – Proschwitz hofft auf Zählbares

Nach seinem Treffer zum 2:0 gegen Regensburg jubelt Nick Proschwitz (l.) zusammen mit Brian Behrendt und Kapitän Jannis Nikolaou. Foto: Joachim Sielski/imago images

Braunschweig. Erneut treffen die Löwen an diesem Wochenende auf einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt. Morgen um 13.30 Uhr gastiert die Mannschaft von Daniel Meyer beim 1. FC Nürnberg.

Die Franken konnten vor heimischer Kulisse zwar nur selten überzeugen, fuhren zuletzt aber zwei wichtige Auswärtssiege in Darmstadt und Karlsruhe ein. „Gute Stimmung, gutes Wetter und fast keine Verletzten“, freut sich der Eintracht-Trainer über die positiven Eindrücke nach dem wichtigen 2:0-Erfolg gegen Jahn Regensburg und will gut vorbereitet in das nun anstehenden Duell mit einem weiteren Konkurrenten gehen. „Dementsprechend sind wir sehr konzentriert in Richtung Nürnberg unterwegs“, so der 41-Jährige.

Den Gegner erwartet er an das Spielsystem von RB Leipzig angelehnt, wo FCN-Trainer Robert Klauß zuletzt als Jugendtrainer tätig gewesen ist: „Sie werden die Bälle versuchen, schnell ins letzte Drittel zu bringen und dort die zweiten Bälle aufzunehmen.“ Schon der letzte Gegner Jahn Regensburg verfolgte einen ähnlichen Ansatz, sodass es in der Vorbereitung auf die Partie möglich gewesen ist „ein paar inhaltliche Themen im Übertrag noch mal machen zu können“.

Im Gegensatz zu den Oberpfälzern sieht er die Franken aber personell deutlich hochkarätiger aufgestellt: „Von der Statik her ähnlich wie gegen Regensburg, aber mit einer deutlich höheren individuellen Qualität.“

Aufgrund der ähnlichen Ansätze liebäugelt Meyer damit, zum zweiten Mal in Folge die gleiche Startelf ins Rennen zu schicken. „Wir werden keine wilden Sachen machen, es gibt keinen Anlass die Rotationsmaschine anzuwerfen. Der Druck fühlt sich für Nürnberg wahrscheinlich nicht anders an als für uns, der Unterschied ist die Erwartungshaltung“, erklärt der Eintracht-Trainer im Hinblick auf die Tatsache, dass die Franken den Abstieg erst durch einen Treffer in allerletzter Sekunde in der Relegation abwenden konnten und auch aufgrund hochkarätiger Verstärkungen wie Torjäger Manuel Schäffler oder Pascal Köpke auf einen anderen Saisonverlauf gehofft hatten.

Köpke konnte seine einzigen beiden Saisontore beim Hinspiel im vergangenen November erzielen. Damals hatten die Löwen die Partie nach einem 1:2-Pausenrückstand noch mit 3:2 für sich entscheiden können. Spieler des Tages war damals Nick Proschwitz, der in der Nachspielzeit einen Foulelfmeter verwandelt hatte und sich nach dem Erfolgserlebnis in der Vorwoche auf die anstehende Partie freut. „Die Stimmung war nach dem Sieg exzellent, allerdings wissen wir, dass wir uns nicht zurücklehnen können und haben deshalb hart gearbeitet“, so der Siegtorschütze, der guter Dinge ist, in seiner fränkischen Heimat Zählbares einzufahren: „Ich bin optimistisch, dass wir am Sonntag etwas mit nach Braunschweig bringen und unsere Tabellensituation verbessern.“

Neben Niko Kijewski (Reha nach Kreuzbandriss) werden Eintracht voraussichtlich auch Manuel Schwenk (Trainingsrückstand) und Njegos Kupusovic (Belastungsreaktion) fehlen.

So könnten sie spielen: Fejzic – Klaß, Diakhité, Behrendt, Wiebe – Nikolaou, Wydra – Kroos – Ji (Bär), Proschwitz, Kaufmann

 

Der Gegner:

„Club“ zurück im Abstiegskampf

Braunschweig (evc). Mit dem 1:0-Erfolg beim Karlsruher SC verschafften sich die Nürnberger am vergangenen Spieltag etwas Luft im Abstiegskampf. Zu Weihnachten hatte der „Club“ den Blick bereits ein Stück weit nach oben gerichtet und die Feiertage mit 19 Zählern auf dem siebten Tabellenplatz verbracht. Im neuen Jahr holte die Mannschaft dann aber aus sechs Begegnungen nur einen einzigen Zähler und muss nun wieder bangen.

Neben dem Erfolg in Karlsruhe hatte die Mannschaft von Robert Klauß jedoch auch schon beim 2:1 in Darmstadt „Big Points“ eingefahren und besitzt aktuell ein Sechs-Punkte-Polster auf die Abstiegszone. Im Winter hatten die Franken nochmals nachgelegt und Mats Möller Daehli (KRC Genk) und Dennis Borkowski (RB Leipzig) als Leihspieler verpflichtet. Verabschiedet haben sich hingegen Simon Rhein (Hansa Rostock), Adam Zrelak (Warta Posen), Virgil Misidjan (PEC Zwolle) und Jakov Medic (SV Wehen Wiesbaden). Eintrachts Co-Trainer Thomas Stickroth kehrt morgen erstmals an seine alte Wirkungsstätte zurück, wo mit Klauß ein ehemaliger Spieler von Daniel Meyer an der Seitenlinie steht. Unterstützung bekommt der FCN-Coach dabei von Tobias Schweinsteiger, der zwischen 2006 und 2007 bei der Eintracht spielte.

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