Meyer: „Wir müssen uns steigern“ | Neue Braunschweiger
28. Oktober 2020
Sport

Meyer: „Wir müssen uns steigern“

Eintracht-Coach unzufrieden – Klaß-Platzverweis besiegelt Niederlage gegen Regensburg

Albion Vrenezi erzielt das 3:0 für den SSV Jahn Regensburg. Eintracht-Torwart Jasmin Fejzic ist ohne Chance. Foto: Sascha Janne/imago images

Braunschweig. Abermals mussten die Löwen beim 0:3 in Regensburg eine bittere Auswärtsniederlage hinnehmen. Nach einem frühen Rückstand hat vor allem der Platzverweis gegen Niko Klaß (40.) eine nachhaltige Schwächung im blau-gelben Spielfluss nach sich gezogen und die auch in der Höhe verdiente dritte Saisonniederlage besiegelt.

In der Auswärtstabelle bildet Eintracht mittlerweile das Schlusslicht, ist vor heimischer Kulisse aber noch ungeschlagen. Dementsprechend hoffen die Löwen im Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg am Samstag auf ein Erfolgserlebnis, was aber nur mit einer deutlichen Leistungssteigerung gelingen kann. „Wir müssen uns bis Nürnberg steigern“, weiß auch Daniel Meyer und bezeichnet den Auftritt bei den Oberpfälzern als „gebrauchten Abend“ den es „abzuschütteln“ gelte.
Der frühe Treffer von Albion Vrenezi (5.) hatte seine Mannschaft ähnlich wie gegen Bochum in der Vorwoche nicht aus dem Konzept gebracht, allerdings versäumte es Eintracht, aus mehreren vielversprechenden Chancen Kapital zu schlagen. „Wir haben relativ schnell zu unser Linie gefunden und hatten ein paar gute Szenen, um das Spiel auszugleichen“, fand auch der Eintracht-Coach, der dann aber mit ansehen musste, wie Niko Klaß im Zweikampf zu ungestüm agierte und mit einer gelb-roten Karte den Platz verlassen musste. „Die Situation ist ein wenig unglücklich und vielleicht eher mein Fehler, weil ich ihn nicht vorzeitig runtergenommen habe“, nahm Meyer die Schuld auf sich und sah den Platzverweis als „Knackpunkt“ an, da sein Team es im Gegensatz zur Vorwoche nicht schaffte die Unterzahl zu kompensieren: „Wir sind eine neu zusammengestellte Mannschaft, die sich finden muss, im Moment aber auch Personalprobleme hat. Wir brauchen elf Mann, die sich am Limit bewegen und alles raushauen. Das habe ich zwischenzeitlich schon gesehen, aber mit zehn Mann war es heute schwierig, deshalb geht die Niederlage auch in Ordnung.“

Die weiteren Tore für die Hausherren durch Max Besuschkow (61.) und abermals Vrenezi (79.) ärgerten ihn dennoch. „Wir schenken die Gegentore viel zu einfach her. Wie müssen zusehen, dass wir Fehler abstellen, weil Dinge immer wieder passieren“, fordert er für das Spiel am Samstag. Immerhin stehen ihm trotz des Ausfalls von Klaß und mehreren anderen Akteuren auch wieder neue personelle Alternativen zur Verfügung: „Das einzig positive in Regensburg war, dass wir Patrick Kammerbauer ein bisschen Spielpraxis geben konnten und Njegos Kupusovic sein Debüt im Eintracht-Trikot ermöglicht haben.“

Mannschaft: Fejzic (3,5) – Nikolaou (4,5), Wydra (4,5), Ziegele (5) – Klaß (5), Kroos (5), Ben Balla (4), Wiebe (4) – Kobylanski (4,5) – Proschwitz (4,5), Kaufmann (4)
Eingewechselt: 70. Schwenk (-) für Kroos und Kessel (-) für Kaufmann; 76. Y. Otto (-) für Kobylanski und Kammerbauer (-) für Ben Balla; 85. Kupusovic (-) für Proschwitz
Tore: 1:0 (5.) Vrenezi; 2:0 (61.) Besuschkow; 3:0 (79.) Vrenezi
Zuschauer: keine
Chancenverhältnis: 8:3
Eckballverhältnis: 8:6
Gelb-Rote Karte: Klaß (40./wiederholtes Foulspiel)

Auch interessant