Mit Bosse kraftvoll in die Nacht | Neue Braunschweiger
19. Juli 2014
Kulturelles

Mit Bosse kraftvoll in die Nacht

Open-Air-Start: Der gebürtige Braunschweiger begeisterte 4500 Zuschauer im Raffteichbad.

Von Falk-Martin Drescher, 20.07.2014.
Braunschweig. Gemeinsam mit den Tausenden Musikfreunden hatte er so einiges zu feiern: Einen großartigen Open-Air-Wochenendstart, die Veröffentlichung seines Livealbums – und ein wichtiges Jubiläum.

Zehn Jahre ist es her, dass Axel Bosse erstmals als „Bosse“ in Braunschweig auf der Bühne stand. Damals rockte er das Jolly Joker. „Ich habe Hummeln in der Hose, und die kommen dann auf der Bühne aus ihren Löchern und beißen mir in den Hintern“, kündigte er seinen Auftritt damals in den Medien an. Auch ein Jahrzehnt später hat der charmante Musiker nichts an Energie verloren: Mit ungebrochenem Elan sang und sprang der 34-Jährige auf der Bühne. „Wir wollen mit euch tanzen“ – gleich zu Beginn machte Bosse klar, dass sich an diesem Abend jeder Gast bewegen würde. Von Jung bis Alt, von Klein bis Groß, alle folgten sie seinem sympathischen Aufruf. Überhaupt weist der Musiker ein beeindruckend breit aufgestelltes Fanspektrum auf. Die Zuschauer selbst, sie zeigten sich sowohl tanz- als auch erfreulich textsicher. Nicht etwa nur Charthits wie „Drei Millionen“ oder „Schönste Zeit“ saßen, auch beispielsweise „Niemand vermisst uns“ – eines seiner ersten eigenen Stücke – wurde kräftig mitgesungen. Ebenso zu seinem Song „Istanbul“ hat der gebürtige Braunschweiger immer Anekdoten parat. Mit seiner Familie lebte er für einige Monate direkt am Taksim-Platz. „Deine Augen leuchten wie Istanbul“, heißt es im Song – an diesem Abend leuchteten auch seine eigenen. „Braunschweig – du bist so toll!“
„Ich mag seine Art – er ist dem Publikum sehr nah, außerdem findet man sich in seinen Songs oftmals selbst wieder“, freute sich Ilka Bosse (32) über das Konzert. „Es ist toll, wenn jemand aus unserer Region musikalisch so erfolgreich ist.“ Mit ihm verwandt sei die Braunschweigerin nicht, dafür fühle sie sich „allein schon aufgrund des Nachnamens mit ihm verbunden.“
Nicht nur zeigte sich Bosse mit seiner Band bis zum Schluss kraftvoll, auch passte alles Weitere: Wetter, Sound, Licht, Stimmung. Ein harmonischer Start für die „Volksbank BraWo“-Bühne, die heute Abend noch den Rapper Marteria mit Kid Simius als Support-Act zu Gast hat.

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