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Mit der Poolnudel mehr Abstand für Radfahrer

ADFC Braunschweig demonstrierte am Montag für Sicherheit

Die Radfahrer waren während des Protests mit Poolnudeln unter anderem auf der Museumsstraße unterwegs. Foto: Philipp Ziebart/BestPixels

Braunschweig (ml). Man könnte denken, die Radfahrer seien am vergangenen Montag alle ins Schwimmbad gefahren. Doch hinter den Poolnudeln, die auf den Gepäckträgern klemmten, steckte ein ernsthaftes Problem: Passend zum Weltfahrradtag wollte der ADFC Braunschweig mit der Demonstration das Thema Sicherheit der Radfahrenden im Straßenverkehr in die öffentliche Aufmerksamkeit bringen.

Im Mittelpunkt der Aktion stand, dass Autofahrerinnen und Autofahrer – nach gängiger Rechtsprechung – beim Überholen von Radfahrenden einen Abstand von 1,50 Meter einhalten müssen. Dies gilt auch, wenn Radfahrende auf Schutzstreifen unterwegs sind.

Laut Mitteilung des ADFC Braunschweig erleben Radfahrer in Braunschweig an vielen Stellen im Stadtverkehr, wenn sie auf der Fahrbahn gemeinsam mit Autos unterwegs sind, dass beim Überholen dieser Sicherheitsabstand nicht eingehalten wird. In engen Straßen müssten Autofahrer also Radfahrenden gegebenenfalls hinterher fahren. So lange, bis die Straße breit genug ist, um den Überholabstand korrekt einzuhalten.

Während des Protestes waren die Teilnehmer mit ihren Drahteseln auf zwei Routen, die drei und neun Kilometer lang waren, im Stadtgebiet und im östlichen Ringgebiet unterwegs.

Übrigens: Die in allen Farben erhältlichen Poolnudeln dienen normalerweise als Spiel- und Sportgeräten beim Schwimmen, werden aber seit einigen Jahren in zahlreichen Städten Deutschlands und sogar weltweit von den Radfahrverbänden als Abstandshalter eingesetzt.

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