„Moin“: Coole Cops auf Instagram | Neue Braunschweiger
17. September 2020
Menschen

„Moin“: Coole Cops auf Instagram

Vier Bereitschaftspolizisten berichten über ihren Arbeitsalltag und über sich als Menschen

Mit Corona-Abstand: Anouk Retzlaff, Niklaas Unger, Ronja Schubert und Rita Laschenko, die InstaCops der Zentralen Polizeidirektion Niedersachsen. Foto; Bernward Comes Hannover

Braunschweig. „Moin aus dem Norden“ grüßt Rita lässig ihre Follower. Auf ihrem Instagram-Account postet sie regelmäßig Fotos: beim Sport, dick eingemummelt beim Winterspaziergang, aber vor allem mit ihren Kollegen beim Einsatz.

Rita Laschenko ist Polizeikommissarin und seit November „InstaCop“ bei der Polizeidirektion Niedersachsen. Seit Kurzem sind auch Niklaas Unger aus Braunschweig und Ronja Schubert aus Hannover dabei. Insgesamt vier niedersächsische „Cops“ posten damit etwas über ihren Arbeitsalltag.

„In der normalen Berichterstattung geht es meist um die Beamten vor Ort. Die kennt man, die kommen aus der Stadt. Anders ist es bei der Bereitschaftspolizei. Die werden in Hundertschaften zu Einsätzen in ganz Niedersachsen geschickt“, sagt Guido von Cyrson, Leiter der Bereitschaftspolizei. Genau diese Polizisten kommen bei den InstaCops zu Wort. „Es ist ein tolle Chance, das ganze Spektrum der Aufgaben vorzustellen, Fragen von Interessenten zu beantworten“, sagt Polizeipräsidentin Christina Berg über die Idee, die ursprünglich aus Großbritannien und den Niederlanden kommt.

 

Ronja Schubert berichtet auf Instagram zum Beispiel über ihren Alltag in der Technischen Einsatzeinheit, zu dem auch das Bedienen von Drohnen gehört.

„Natürlich dürfen wir keine taktischen Vorgänge preisgeben, aber ansonsten haben wir viel Freiheit“, erzählt Rita Laschenko. Sie und Kollegin Anouk Retzlaff haben beide zusammen schon 11 700 Follower und auch die beiden Neuen an Bord waren überrascht über die Reaktion: Nach nur 24 Stunden hatten sie mehr als 1200 Follower und knapp 5000 Profilaufrufe – Tendenz steigend. „Das ist der Wahnsinn!“, staunt Niklaas Unger, der privat natürlich auch in den sozialen Netzwerken unterwegs ist und sich sofort für den „Nebenjob“ meldete.

Ihm und seinen Kolleginnen ist es wichtig, nicht nur über die Arbeit zu berichten, sondern auch den ganz normalen Menschen hinter der kiloschweren Montur zu zeigen. „Klar, dass dann auch mal Fragen kommen: Warum habt ihr euch bei der Demo so verhalten und nicht dies oder das gemacht“, sagt Anouk Retzlaff – und klärt im Rahmen der Möglichkeiten auf.

Ronja Schubert will mit ihrem Account übrigens noch eine weitere Facette der Bereitschaftspolizei beisteuern – die technische Einsatzeinheit. „Viele Follower sind überrascht, welche Spezialfahrzeuge und Hightech-Geräte zu unserem Repertoire gehören – schließlich denkt nicht jeder bei Frontladern und Gabelstaplern gleich an Polizei“, erzählt sie lachend.

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