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Mushidis Dreier macht den Deckel drauf

Basketball-Bundesliga: Die Löwen unterstreichen ihren gelungenen Saisonstart mit einem 94:88-Sieg gegen Ulm

Scott Eatherton überzeugte gegen Ulm mit einem Double-Double. SoulClap Media/oh

Mit einer mitreißenden Partie gegen Ulm, die mit einem 94:88 (43:46)-Erfolg belohnt wurde, hat sich das neu zusammengestellt Löwen-Team gleich im ersten Heimspiel in die Herzen seiner Zuschauer gespielt. Und nach drei Siegen in Folge, davon zwei in der Bundesliga und einer im Pokal, sind Braunschweigs Basketballer derzeit das Überraschungsteam der frühen Saisonphase.

Mitte des Schlussviertels sah es so aus, als könnten die Hausherren die Ulmer, die als sicherer Playoff-Anwärter an die Oker gereist waren, vielleicht sogar deklassieren. Die 66:62-Führung, mit der die Löwen in die letzten zehn Minuten gestartet waren, war auf 13 Zähler (79:66) angewachsen. Trevor Releford, der erstklassig Regie führte und auch selbst das Werfen nicht vergaß (17 Punkte, 10 Assists), hatte Ulms Euroleague-Star Zoran Dragic den Ball geklaut und Kostja Mushidi mit einem Pass gefüttert, den dieser per Dunking verwertete. Die 3615 Zuschauer in der – mit abgehängten Kurven – ausverkauften VW-Halle standen Kopf.

Und doch wurde es nochmal richtig spannend. „Mit der hohen Führung haben wir den Fuß etwas vom Gaspedal genommen“, gab Joe Lawson (10 Punkte) zu, der seinem Team besonders mit seinen fünf Ballgewinnen half. Ulm kam wieder ran und schnupperte gar wieder am Sieg – bis Mushidi endgültig zum Matchwinner wurde und elf Sekunden vor Schluss eiskalt die drei wichtigsten seiner insgesamt 14 Punkte erzielte. Das 90:86 war die Vorentscheidung. „Er muss diesen Wurf nehmen, er ist ein Werfer“, gab Löwen-Trainer Pete Strobl seinem jungen Flügelspieler, der zuvor von der Dreierlinie dreimal recht deutlich verfehlt hatte, danach offiziell grünes Licht.

„Unsere Stärke ist, dass wir als Team agieren, aber jeder mal seine Momente hat, in denen er Dinge macht, die wichtig sind für den Sieg“, erklärte Mushidi. Und meinte damit auch die Verteidigung. Denn wie es den Löwen gelang, insgesamt 20 Ballverluste zu forcieren und Ulms Stars Killian Hayes und Dragic spätestens nach der Pause kaltzustellen, war ganz stark.

„Der Hauptgrund, warum wir gewonnen haben, war, dass wir von Anfang an gekämpft haben“, war Strobl gegen seinen Ex-Klub besonders mit der Einstellung einverstanden. Bester Punktesammler wurde, neben Releford, im dritten Spiel in Folge Center Scott Eatherton (17 Punkte, 15 Rebounds). Tommy Klepeisz und der defensivstarke Karim Jallow kamen auf jeweils 16 Zähler.

Am Sonnabend haben die Löwen nun die wohl schwerste Aufgabe der Saison vor der Brust. Dann treten sie beim FC Bayern in München an.

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