Musik im Kampf gegen Aids

Die Blechbläser am Dom wollen in Namibia spielen und helfen.

Die Blechbläser und ihr Besuch (vordere Reihe von links): Kantor Witold Dulski, Gesandter Sitwala Mapenzi und Dompredigerin Cornelia Götz. Foto: Thomas Ammerpohl

Von Ingeborg Obi-Preuß, 03.08.2014.

Braunschweig. Die Blechbläser am Dom haben Namibia in ihr Herz geschlossen, obwohl die meisten von ihnen noch gar nicht da waren. Aber das wird sich jetzt ändern: Mitte August fliegt das komplette Ensemble los, im Gepäck – neben den Instrumenten – Geld für ein Aids-Krankenhaus im abgelegenen Norden des Landes.

Kantor Witold Dulski und seine Bläserfreunde sind Feuer und Flamme. Zu ihrem dritten Freiluftkonzert im Dom und in der Fußgängerzone kam jetzt auch der Gesandte der Republik Namibia in Deutschland, Sitwala Mapenzi.
„Mit dem Onandjokwe Lutheran Hospital in Oniipa ist die Wahl auf einen Ort gefallen, an dem Spenden dringend gebraucht werden“, sagte der Diplomat beim Mittagsgebet im Dom. Denn dieses Hospital habe sich auf die Prävention von Aids spezialisiert. „Aids ist in vielen Regionen Namibias noch immer ein Tabu. Deshalb scheuen sich viele, überhaupt über die Krankheit zu reden“, erklärt Witold Dulski, der sich seit langem mit dem Thema befasst. „Dabei sprechen die Zahlen eine deutliche Sprache: Aids ist die häufigste Todesursache in Namibia, das zwei Millionen Einwohner zählt. Jeder Fünfte zwischen 15 und 49 Jahren ist mittlerweile HIV-infiziert“, spricht Dulski von der Dramatik. Im Onandjokwe-Krankenhaus finden die Menschen Hilfe. Die Braunschweiger Blechbläser wollen unterstützen.

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