• Home
  • > >
  • Nach drei Auswärtspleiten: Ergebniskrise der Löwen soll gegen das Schlusslicht enden

Nach drei Auswärtspleiten: Ergebniskrise der Löwen soll gegen das Schlusslicht enden

Basketball-Bundesliga: Am Freitagabend empfängt das Strobl-Team die Hamburg Towers

Der österreichische Nationalspieler Tommy Klepeisz (rechts) war in Ludwigsburg einer der besten Löwen, konnte die vierte Saisonniederlage aber auch nicht verhindern. Foto: Imago Images

Braunschweig. Nach drei Auswärtsniederlagen in Serie wollen die Löwen-Basketballer in heimischen Gefilden endlich wieder gewinnen. Am Freitagabend (20.30 Uhr) besucht der Tabellenletzte der Basketball-Bundesliga, die Hamburg Towers, die Volkswagenhalle.

Das Team von Löwen-Trainer Pete Strobl, weiterhin Neunter der BBL, ist vor eigenem Publikum auf Wiedergutmachung aus, nachdem es, wie schon zuvor in Bayreuth und Vechta, auch bei den Riesen Ludwigsburg keine Punkte im Kampf um die Playoffs mitnehmen konnte. „In den letzten sechs, sieben Minuten haben wir ein paar Fehler zu viel gemacht und zu viele Offensivrebounds zugelassen“, sagte Strobl nach der 77:91-Niederlage bei den Schwaben. Das Ergebnis gegen den Tabellenzweiten, der nun schon sein siebtes Spiel in Folge gewann, fiel am Ende deutlicher aus als nötig. Lange Zeit waren die Löwen dem Heimteam ebenbürtig, glichen durch einen Korbleger von Tommy Klepeisz (16 Punkte) siebeneinhalb Minuten vor Schluss noch einmal aus (68:68). Danach aber bekam Ludwigsburg die Partie endgültig unter Kontrolle und stellte die Weichen auf Sieg.

Weh taten den Löwen besonders ihre 24 Ballverluste. „Wir sind die schlechteste Mannschaft, wenn es darum geht, auf den Ball aufzupassen. Und das kostet im Endeffekt auch Siege“, legte Kapitän Klepeisz nach der Partie den Finger in die Wunde. Tatsächlich sind die Braunschweiger mit rund 17 Turnovers pro Begegnung traurige Liga-Spitze.
Ein anderer augenscheinlicher Grund für die Niederlage war, dass die Ludwigsburger Löwen-Allstar Scott Eatherton viel besser in den Griff bekamen als vor zwei Monaten, als das Strobl-Team einen Pokalsieg aus Baden-Württemberg entführt hatte. Damals hatte Eatherton mit 26 Punkten geglänzt, diesmal waren es 18 – nach dem Seitenwechsel erlaubte die Riesen-Verteidigung dem Center gar nur sechs Zähler. Auch im Rebound sah der eigentlich beste Rebounder der Liga diesmal wenig Licht: Zwar sammelte der Amerikaner drei Abpraller am offensiven Brett ein, dafür beendete er aber zum ersten Mal in seinen knapp zweieinhalb Jahren als Löwe eine Partie ohne einen einzigen Defensivrebound.
Gegen Aufsteiger Hamburg soll die Krise der Löwen nun ein Ende finden. Auf den ersten Blick stehen die Chancen gut: Die von Mike Taylor trainierten Towers zieren das Tabellenende der Liga, haben erst einen Sieg eingefahren und sechs Partien in Serie verloren. Die Löwen sind derweil zu Hause noch ungeschlagen.

Ein Dreierfestival ist von den Hanseaten eher nicht zu erwarten, kein Team trifft so schlecht von außen (24 Prozent). Auch der Ex-Braunschweiger und frühere Nationalspieler Heiko Schaffartzik sucht noch nach seinem Distanzwurf (22 Prozent). Zu viel Platz sollte man ihm dennoch nicht lassen, denn irgendwann dürfte der Knoten bei dem 35-Jährigen platzen.

^