4. Juli 2021
Politik

Nach Protest der Anwohner: Grillplatz am Ölper See wird verlegt

Stadt schlug zwei alternative Standorte vor – Neubau kostet zwischen 40 000 und 50 000 Euro

Bis zum Rückbau bleibt der öffentliche Grillplatz am Ölper See gesperrt. Foto: Birgit Wiefel

Schwarzer Berg. Am Ölper See ist wieder Ruhe eingekehrt. Anwohner waren gegen den dortigen Grillplatz Sturm gelaufen (die NB berichtete). Jetzt will die Stadt nachbessern: Der Platz wird um 250 Meter an den südöstlichen Rand des Sees verlegt. Bezirksrat und Grünflächenausschuss stimmten dem Vorschlag bereits zu.

Petra Puscher freut sich über die Entscheidung. Schon kurz nach der Einrichtung des öffentlichen Grillplatzes im Jahr 2017 hatte sie sich mit Nachbarn zu einer Interessengemeinschaft zusammengeschlossen und bei der Verwaltung beschwert. Grillgestank, Lärm und Müll nervten zunehmend. „Ob Heidberg oder Prinzenpark – alle Grillplätze liegen viel weiter von den umliegenden Häusern entfernt. Am Ölper See sind es gerade einmal 25 Meter“, monierte die Interessengemeinschaft.
In insgesamt vier Ortsterminen mit Vertretern des Bezirksrates, der Verwaltung und der Anwohner wurde nach eine Lösung gesucht. Und gefunden. Da Hinweisschilder und engmaschigere Kontrollen des Ordnungsdienstes am alten Standort nichts brachten, stellte die Verwaltung nun zwei Ausweichmöglichkeiten vor: Eine an der Ostseite des Sees, die andere weiter südlich auf einer Freifläche. Diese stieß letztlich auf allgemeine Zustimmung. „Wir hätten uns einen Standort noch weiter westlich gewünscht“, erzählt Petra Puscher der NB am Telefon, „aber dieser hätte sich nach Aussagen der Stadt nicht mehr auf dem Gebiet des Stadtbezirksrats Nordstadt befunden.“

Anfang Herbst soll der Grillplatz am alten Standort zurückgebaut werden; die Kosten hierfür veranschlagt die Stadt mit rund 11 000 Euro. Für den neuen Grillplatz muss zunächst ein Vergabeverfahren durchgeführt werden, erst danach – voraussichtlich im Oktober – kann mit dem Bau des neuen Grillplatzes begonnen werden. Die Kosten dafür bewegen sich zwischen 40 000 und 50 000 Euro – je nachdem, ob sich das Mobiliar (Tische, Bänke) wiederverwenden lässt.
„Die Verwaltung ist zuversichtlich, dass mit der Verlegung künftig Konflikte zwischen den Nutzern des öffentlichen Grillplatzes und den Anwohnern vermieden werden“, sagte Stadtsprecherin Shirin Schönberg auf Anfrage der NB.

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