Nach Sieg im Rückspiel bei Holstein Kiel: „Wölfe“ auch nächste Saison Erstligist | Neue Braunschweiger
24. Mai 2018
Sport

Nach Sieg im Rückspiel bei Holstein Kiel: „Wölfe“ auch nächste Saison Erstligist

Fußball: VfL weiter in der 1. Bundesliga – Robin Knoche erlöst die Fans mit seinem Treffer

Einen Schritt schneller am Ball: Maximilian Arnold vom VfL Wolfsburg. Foto: regios24/Darius Simka

Von Felix Weitner
und Jens Neumann, 24.05.2018

Wolfsburg. 22.24 Uhr zeigte die Uhr an, als es perfekt war. Dann pfiff Daniel Siebert das Spiel in Kiel ab, und der 1:0 (0:0)-Sieg der Fußballer des VfL Wolfsburg war besiegelt – und damit zugleich, dass die „Wölfe“ nach dem 3:1 im Hinspiel auch in der Spielzeit 2018/2019 weiter in der Bundesliga spielen. Ein Spaziergang war es beim Zweitligisten Holstein Kiel aber keinesfalls – erst in der 75. Minute erlöste Robin Knoche all jene, die es mit den Grün-Weißen halten.
Niemals, niemals absteigen“, schallte es prompt aus der VfL-Fankurve, die mit 2200 mitgereisten Fans bestens gefüllt war. Und die Stimmung dort war entsprechend ausgelassen: Eine Mischung aus Freude und vor allem Erleichterung machte sich breit, die Grün-Weißen feierten ausgelassen mit ihren Anhängern, dass sie zum zweiten Mal in Folge die Relegation erfolgreich hinter sich gebracht hatten.

Doch der Reihe nach: Bis zum ersten Aufreger dauerte es gut eine Viertelstunde: Josuha Guilavogui hatte sich auf rechts stark behauptet und war mit dem Ball durch. Sein Pass in die Mitte landete bei Yunus Malli, der überlegt ins rechte Eck einschoss – 1:0 für den VfL. Zumindest dachten das alle. Der Videobeweis klärte aber auf: Divock Origi stand beim Abschluss im Abseits und direkt vor Kiels Keeper Kenneth Kronholm. Da der bullige Stürmer dem Schlussmann so die Sicht nahm, wurde das Tor zurecht zurückgenommen. In der Folge kamen beide Seiten noch zu guten Abschlüssen, ein Treffer wollte vor der Pause aber nicht mehr fallen.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit versuchte Kiel, Druck aufzubauen, ohne aber zwingend zu werden. So geriet die Partie mit zunehmender Dauer zu einem zerfahrenen Nervenspiel: Holstein, das schließlich noch das 1:3 aus dem Hinspiel wettmachen musste, rannte immer verzweifelter an. Der VfL wiederum beschränkte sich auf solide Defensivarbeit.
Dann hatte das Zittern doch endlich ein Ende (75.): Ein Schuss von Maximilian Arnold wurde zur Ecke geklärt. Diesen trat das Eigengewächs dann selbst und seine Flanke segelte in den Fünfmeterraum, wo Robin Knoche – ein weiteres VfL-Eigengewächs – vollkommen unbedrängt in die kurze Ecke einköpfte. Die Führung für den VfL! Kurios: Für Arnold war es in dieser Spielzeit die erste Torvorlage.

Jetzt war der Zweitligist noch mehr in der Pflicht, musste in der verbleibenden Viertelstunde drei Tore erzwingen. Die Brechstange blieb aber zehn Minuten lang wirkungslos, ehe es erneut nach Ecke – nun für Kiel – gefährlich wurde. Denn nach dieser lag der Ball im Tor, es stand 1:1 (85.) – dachten zumindest alle … Denn wie beim vermeintlichen Treffer von Yunus Malli belehrte der Videobeweis die Beteiligten eines Besseren: Rafael Czichos hatte das Leder mit dem Arm über die Linie bugsiert, der Treffer zählte zurecht nicht. Eine weitere Topchance gab es nicht, und nach fünf Minuten und 40 Sekunden Nachspielzeit war Wolfsburg dann endgültig gerettet. Der Rest war grün-weißer Jubel – der Freude und Erleichterung.

Aufstellung:
Kiel: Kronholm – Herrmann (80. Peitz), Schmidt, Czichos, J. Van den Berg – Kinsombi – Schindler, Weilandt (76. Janzer), Mühling, Seydel – Ducksch,
VfL: Casteels – William, Knoche, Brooks, Uduokhai – Guilavogui – Malli (76. Camacho), Arnold – Steffen, Brekalo (90. Kuba) – Origi (84. Dimata,
Tor: Knoche (75.),
Gelb: Hermann, Ducksch, Peitz – Uduokhai, Brooks,
Zuschauer: 12 000 (ausverkauft),
Schiedsrichter: Daniel Siebert (Berlin).

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