Nehrig-Ausfall schockt die Löwen

Drittliga-Fußball: Düker rettet Eintracht in der Nachspielzeit einen Punkt gegen Großaspach

Verletzte sich und fällt bis Saisonende aus: Eintrachts Bernd Nehrig. Susanne Hübner/imago

Braunschweig. Wenigstens einen Punkt sicherten sich Eintrachts Drittliga-Fußballer durch ein Last-Minute-Tor von Julius Düker gegen die SG Sonnenhof Großaspach. Freude wollte nach der Partie allerdings nicht aufkommen. Zum einen erlitt Bernd Nehrig einen Achillessehnenanriss und wird bis Saisonende ausfallen, zum anderen verpassten die Löwen trotz Feldüberlegenheit einen wichtigen dreifachen Punktgewinn gegen einen direkten Kontrahenten. Immerhin verbesserte sich das Team von André Schubert vor der Partie gegen Uerdingen (Ostermontag, 19 Uhr) auf einen Nichtabstiegsplatz.

„Man kann den Jungs nicht so viel vorwerfen. Großaspach ist eigentlich keine Mannschaft, die viele Torchancen zulässt und dem Gegner viele Räume gibt, diese haben wir jedoch oft gefunden“, zeigte sich der Eintracht-Trainer nach der Partie durchaus nicht unzufrieden, bemängelte jedoch die mangelnde Chancenverwertung: „Das ist ärgerlich, vor allem, wenn du aus dem Nichts in Rückstand gerätst.“

In der Tat war der Führungstreffer durch Timo Röttger für die defensivstarken Gäste aus einer der ganz seltenen gefährlichen Situationen entstanden und hatte die Blau-Gelben massiv unter Druck gesetzt. Doch wie bereits vor zwei Wochen beim 1:1 gegen 1860 München blieb Düker in der Nachspielzeit cool und rettete den Löwen mit einem schönen Drehschuss wenigstens einen Zähler.

„Jule hat eine gute Qualität und Abschlusstechnik, ich würde mir ab und zu aber noch mehr Emotion und Feuer sowie Aggressivität im Defensivverhalten wünschen“, so der 47-Jährige über den gebürtigen Braunschweiger, der im Winter vom SC Paderborn ausgeliehen worden war.

Ähnlich wie Manuel Janzer, der sich in den vergangenen Wochen durch gute Auftritte als Joker und fleißige Trainingsarbeit einige Startelfeinsätze verdient hatte, könnte auch der 23-Jährige bald von Anfang an auflaufen. „Er ist auf dem richtigen Weg, vielleicht spielt er auch mal von Anfang an“, so Schubert.

Größtenteils zufrieden war der Fußball-Lehrer auch mit der Schiedsrichterleistung von Manuel Gräfe. Zwar hatte der Sportwissenschaftler ein elfmeterreifes Einsteigen von Röttger an Niko Kijewski übersehen, wurde von Schubert ansonsten aber mit lobenden Worte bedacht: „Das ist eine Elfmetersituation gewesen, insgesamt hat er aber sehr gut gepfiffen und angemessen nachspielen lassen.“

Vorübergehend hievte der Punktgewinn die Blau-Gelben zwar auf einen Nichtabstiegsplatz, trotzdem muss die Elf von André Schubert in Uerdingen erneut dringend punkten. „Wir müssen weiter gut arbeiten“, so Schubert, der sich von seinen Spielern in einigen Situationen noch „mehr Zug zum Tor wünscht.“

Bitter für die Löwen ist der Ausfall des zuletzt stark spielenden Bernd Nehrig, der sich in der Schlussphase einen Teilriss der Achillessehne zuzog.

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