„Neue Kunden für Braunschweig“

real-Markthalle eröffnet im Oktober, Kaufleute informieren sich über das Konzept in Krefeld

Krefeld. „Wir setzen in Braunschweig auf alles noch einen drauf“, verspricht Lars Rüsing und schließt mit einer Armbewegung das komplette Angebot in der Markthalle in Krefeld ein.

Der real-Regionalleiter hat eine Gruppe Braunschweiger Kaufleute in Krefeld empfangen, die Vertreter vom Arbeitsausschuss Innenstadt (AAI) wollen sich die „Markthallen-Mutter“ anschauen, um zu bewerten, was im real-Markt an der Frankfurter Straße gerade entsteht.

Später auf der Rückfahrt wird AAI-Vorstandsvorsitzender Olaf Jaeschke zufrieden lächeln.
„Wir wollten wissen, ob die neue Markthalle eine Gefahr für die Innenstadt werden kann“, erzählt er,
„und ich bin sicher, das wird sie nicht. Die Größe der Verkaufsfläche ändert sich nicht, die Fläche mit den zentrenrelevanten Angeboten wird sogar verkleinert, der Food-Bereich dafür umso größer.
Die überregionale Wirkungskraft wird neue Kunden nach Braunschweig locken, und einige davon werden sicher auch unsere Innenstadt besuchen.“

David Nagel, der zukünftige Chefkoch für die Markthalle in Braunschweig, ist auch gerade in Krefeld. Sein Essen ­– Seeteufel auf Risotto, hausgemachten Nudeln und Roastbeef, sowie ein Nachtischtraum aus Zwetschgen, Vanille und Zabaione – ist so gut, dass es als Bestechung gewertet werden könnte.
Aber die Gäste sind auch so begeistert vom Konzept.
Nagel ist seit zwei Wochen in der Kochakademie der Krefelder Markthalle und tüftelt an der Speisekarte für Braunschweig. „Alles, was wir anbieten werden, ist mit einem Rezept hinterlegt, unsere Kunden können es zu Hause nachkochen.“ Oder halb fertig mitnehmen und sich zu Hause mit fremden Federn schmücken ­– auch eine Möglichkeit.

„Wir haben uns Markthallen auf der ganzen Welt angeschaut“, erzählt Manager Karsten Pudzich vom Werdegang der ersten real-Markthalle in Krefeld, „wir haben uns gefragt: Wie kann ein Konzept aussehen, das zukunftsweisend ist.“
Atmosphäre, Emotionen, Frische, Demeter, Vegan, Bio, Start-up, eigene Bäckerei, Luxus oder günstig ­– alles Stichworte, zu denen es in der real-Markthalle Angebote gibt. Aber auch die Reduzierung von Lebensmittelverschwendung ist ein Thema, an den Essenstheken und -ständen gibt es Aktionen bei denen das angeboten wird, was bald verbraucht werden sollte. Auch die Too-Good-To-Go-Tüte, eine App, über die tagesaktuell Lebensmittel zum günstigen Festpreis abgeholt werden können, gehört ins Angebot.

All das kommt auch nach Braunschweig, dem zweiten Standort für eine real-Markthalle. „Wir haben das Gefühl, Braunschweig wird unterschätzt“, erklärt Pudzich die Entscheidung für den Standort an der Frankfurter Straße. „Die Daten über Kaufkraft und Kundenströme, die wir über die Paybackkarte ablesen, sprechen eine andere Sprache. Und nicht nur die Zahlen“, sagt Pudzich, der für mehr als 90 real-Märkte verantwortlich ist, „ich habe mir jetzt mehrfach die Innenstadt angesehen, die Stadt ist absolut attraktiv.“

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