7. Februar 2022
Buntes

Neue Masche mit Textnachrichten

Die Polizei warnt – Betrüger erbeuten mehr als 2000 Euro bei einer Helmstedterin

Fast jeder hat Messengerdienste auf seinem Handy. Der Inhalt der Nachrichten ist kaum überprüfbar. Symbolfoto: Pixabay

Region (ako). Falsche Wasserwerker an der Haustür, Polizisten, die keine sind, am Telefon, gefälschte Internetseiten und nun kommen auch noch Nachrichten mit zweifelhaftem Inhalt über die Messengerdienste zu uns. Aus aktuellem Anlass warnt die Polizei vor dieser neuen Betrugsmasche. Eine Frau in Helmstedt überwies am Ende 2249 Euro, in dem Glauben, ihrer Tochter zu helfen. Hier die ganze Geschichte.

Die Frau erhielt angeblich von ihrer Tochter eine Textnachricht auf ihrem Mobiltelefon, in der diese mitteilte, dass sie ihr Handy verloren habe und nun ein altes Handy benutze mit einer neuen Mobilfunknummer. Die „Tochter“ schilderte, dass sie dringend finanzielle Hilfe benötige. Sie müsse 2249 Euro für ein gekauftes Notebook überweisen, käme nun aber aufgrund des anderen Mobiltelefons nicht an ihre Onlinedaten oder Banking-App.

Einwände der Mutter oder zeitliche Aufschübe wurden von der angeblichen Tochter abgewiegelt. Letztendlich wurden Bankdaten für die Überweisung gesendet und die Mutter überwies den geforderten Betrag. Erst bei einer erneuten Forderung wurde sie stutzig und rief ihre Tochter an.
Hätte sie dieses lieber sofort getan, sagt die Polizei, denn hierbei flog der Schwindel auf und die echte Tochter teilte ihrer geschockten Mutter mit, dass sie nicht die Schreiberin war, ihr Handy vorhanden ist und sie auch kein Notebook gekauft hat.

Die Masche der Betrüger sei immer gleich, so die Polizei. Es werde vorgetäuscht, dass eigene Handy sei heruntergefallen, zerstört oder verloren gegangen und dann werde über ein anderes Mobiltelefon mit einer anderen Handynummer schriftlich Kontakt aufgenommen. Die Schriftform macht es schwieriger, den Bluff zu durchschauen und die Geschichte nimmt ihren Lauf wie im Fall der Helmstedterin.

Polizeisprecher Thomas Figge rät: „Sein Sie misstrauisch, gerade wenn es um Geld geht, auch wenn es ein naher Anverwandter ist. Vertrauen Sie lieber dem gesprochenen Wort und bestehen Sie auf eine telefonische Kontaktaufnahme mit dem Bittsuchenden, indem Sie den Betroffenen auf den Ihnen bekannten Rufnummern kontaktieren. Notfalls wenden Sie sich an nahe Freunde oder Verwandte.“

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