8. Juli 2021
Bildung

Neuer Platz zum Toben gesucht

Eltern-Initiative „Fröhlicher Anfang“ muss ihren Standort verlassen und sucht neue Bleibe

Ihr „Traumhaus“ haben die Kinder schon einmal bei einem Wettbewerb entworfen. Schön in der neuen Bleibe wäre viel Platz zum Toben und eine Küche: Es wird frisch gekocht. Foto: Privat

Innenstadt. Für die Kinder vom „Fröhlichen Anfang“ heißt es bald zusammenpacken. Nach 33 Jahren in einer alten Villa in der Adolfstraße muss die Eltern-Initiative einen neuen Standorten für ihre Kita suchen – und das gestaltet sich gar nicht so einfach.

„Seit fast einem Jahr suchen wir über Anzeigen, Makler, Flyer, Mund-zu-Mund-Propaganda und Internet-Datenbanken. Auch bei der Stadt haben wir schon um Hilfe gebeten – bisher blieben leider alle Bemühungen ohne Erfolg“, seufzt Ulrike Kücking, die zusammen mit anderen Eltern die Öffentlichkeitsarbeit der Initiative unter ihren Fittichen hat.
Die Villa in der Adolfstraße zu verlassen, fällt niemandem leicht, „doch sie ist ein Dornröschen-Schloss, das langsam verfällt“, bringt es Kücking auf den Punkt. Einige bauliche Mängel hat die Initiative bereits in Eigenleistung provisorisch repariert, inzwischen ist allerdings auch die Besitzerin – ein alte Dame – verstorben, die Erben haben andere Pläne. „Im nächsten Sommer ist endgültig Schluss“, sagt Kücking und hat ein bisschen Angst davor, dass sie und die weiteren 15 Elternpaare mit ihren zwei- bis sechsjährigen Kindern auf der Straße stehen.

Für den 1979 gegründeten Verein wäre es nicht der erste Umzug. Sesshaft wurde er zunächst in der Bammelsburger Straße, später in der Parkstraße, schließlich in der Adolfstraße. Neben 16 Kindern und deren Eltern gehören vier Erzieherinnen, ein oder zwei Auszubildende und ein FSJler oder eine FSJlerin dazu. Einmal in der Woche ziehen die Kinder in die Buchhorst und verbringen einen Tag im Wald, „außerdem gibt es regelmäßig eine Erlebniswoche auf dem Ponyhof oder Lagerfeuerabenteuer – alles ein bisschen wie Bullerbü“, lacht Kücking am Telefon. Der „Fröhliche Anfang“ fühlt sich wohl im Viertel, „aber wenn es nicht Viewegs Garten oder das östliche Ringgebiet ist, sondern ein anderer Standort im Bereich der erweiterten Braunschweiger Innenstadt, wäre das auch in Ordnung“, betont Kücking.

Als neue Bleibe sucht der Kindergarten eine Wohnung, ein Ladengeschäft, eine Halle oder eine andere gedämmte Immobilie, die zirka 200 Quadratmeter aber nicht weniger als 150 Quadratmeter groß ist. Eine größere Fläche sei auch interessant, wenn sie Platz für eine zweite Gruppe biete, so Kücking. Ideal seien vier oder fünf Räume mit Sanitärbereichen sowie ein Außengelände zum Toben und – eine Küche. „Wir haben einen Koch, der alle Speisen frisch zubereitet“, sagt Kücking stolz.

Und sollte an der Immobilie etwas nicht hundertprozentig passen – kein Problem. Dann wird es passend gemacht: In der Initiative sind auch Architekten und Planer vertreten, die notfalls noch etwas geraderücken können.
Ihr Traumhaus haben die Kinder übrigens schon mal entworfen: Beim Mal-Wettbewerb eines Braunschweiger Bauträgers reichten sie ein Baumhaus ein und gewannen den ersten Preis.

Wer die Initiative unterstützen möchte, erreicht sie unter Telefon 0531/797663 oder per Mail unter oeffentlichkeitsarbeit@froehlicher-anfang.de. Weitere Infos unter www.froehlicher-anfang.de.

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