Niederlage in spannendem Derby | Neue Braunschweiger
1. November 2015
Sportliches

Niederlage in spannendem Derby

Basketball-Bundesliga: Die Löwen verlieren in Oldenburg mit 64:71 (31:33).

Mit 17 Punkten (drei Dreiern) bester Löwen-Scorer in Oldenburg: Derek Needham. Foto (Archiv): Ammerpohl

Von Christoph Matthies, 01.11.2015.

Oldenburg. Gut gekämpft und trotzdem verloren: Nach verschlafenem Beginn lieferten die Löwen-Basketballer dem Pokalsieger aus Oldenburg am Samstagabend in dessen heimischer EWE-Arena einen Kampf auf Augenhöhe. Erst in der Schlussminute konnte sich die Heimmannschaft vor 5013 Zuschauern mit 71:64 (33:31) durchsetzen.

Als Oldenburgs Vaughn Duggins 72 Sekunden vor Spielende einen Dreier zum 65:60 traf, war das so etwas wie eine Vorentscheidung. Und doch hätten die wacker kämpfenden Löwen, die 39 Minuten lang stets zurückgekommen waren, das Spiel auch jetzt noch drehen können. Der folgende Dreier von Löwen-Aufbauspieler Derek Needham schaute allerdings in den Ring, nur um wieder herauszuhüpfen. Es blieb dennoch eng, Needham verkürzte 30 Sekunden vor dem Ende mit zwei Freiwürfen auf 62:65. Nun aber mussten die Löwen foulen, um die Uhr zu stoppen. Und erneut war es Duggins, der sich diesmal an der Freiwurflinie keine Blöße gab.

Nur 17 Sekunden vor der Schlusssirene war es dann Chris Kramer, Oldenburgs Bester (24 Punkte), der mit seinem Korbleger zum 69:62 für die endgültige Entscheidung sorgte. Die Löwen hatten nicht ihren schönsten Basketball gezeigt, aber viel Moral bewiesen. Wie schon in den vorherigen Partien gegen die sicheren Playoff-Anwärter aus Bamberg, Ludwigsburg und Berlin verließen sie aber auch gegen die „Donnervögel“ die Halle ohne Punkte. Mit zwei siegen aus sechs Spielen sind die Braunschweiger im Kampf um die ersten acht Plätze dennoch weiterhin im Verfolgerfeld.

Die Löwen hatten schwach begonnen, lagen nach fünf Minuten bereits mit 1:9 zurück, ehe ein beherzter Drive von Josh Gasser die Aufholjagd einläutete. Der starke Freiwerfer (20 von 21 in der Saison) verwandelte auch den fälligen Bonusfreiwurf zum 4:9. Nach den ersten zehn Minuten stand es 12:19 aus Sicht der Löwen. Das zweite Viertel begann mit zwei starken Aktionen von Löwen-Center Kenny Frease, der wiederholt seine knapp 130 Kilo einsetzte, um am Brett zu punkten. In der 13. Minute gelang Amin Stevens durch einen Tip-In erstmals der Ausgleich in der Partie (21:21). Allmählich fand Derek Needham (mit 17 Punkten Braunschweigs Topwerfer) nun sein Händchen aus der Distanz, seine zwei Dreier konnten den knappen Rückstand zur Pause allerdings nicht verhindern.

Nach der Pause war es besonders Shooting Guard Keaton Grant zu verdanken, dass die Löwen immer in Schlagdistanz blieben und kurz vor Ende des dritten Viertels sogar mit vier Punkten in Führung gingen (46:42). Es war ein schlechtes Omen, dass Oldenburgs Prepelic quasi mit der Viertelsirene noch zum 46:46 ausgleichen konnte. Im Schlussabschnitt blieb es spannend, die Teams tauschten Körbe aus, Braunschweig behielt am Ende sogar die Rebound-Hoheit (43:38) – ließ das Spiel in den beschriebenen 72 Sekunden dann aber doch aus der Hand gleiten.

Für die Löwen punkteten: Needham 17, Grant 15, Frease 8, Gasser 7, Stevens 5, Nash 4, Theis 4, Gertz 2, Simon 2.

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