Noch zwei Spiele bis zum Neujahrssekt | Neue Braunschweiger
28. Dezember 2020
Sport

Noch zwei Spiele bis zum Neujahrssekt

Basketball-Bundesliga: Am Dienstag empfangen die Löwen die Baskets Bonn

Lukas Meisner war gegen Crailsheim mit 17 Punkten der erfolgreichste Werfer seiner Löwen. Foto: imago

Braunschweig. Mit einem herausfordernden Doppelpack beenden die Löwen-Basketballer das Sportjahr 2020. Am morgigen Dienstag (18 Uhr) sind die Telekom Baskets Bonn in der Volkswagenhalle zu Gast, um eine Partie des zehnten Spieltags der Basketball-Bundesliga auszutragen. Am Donnerstag (14 Uhr) treten die Löwen dann bereits zum Pokalspiel bei Alba Berlin an. Mit einem Sieg beim Double-Gewinner würden sie ihre Chance wahren, in das Top-Four-Turnier des BBL-Pokals einzuziehen. Beide Begegnungen finden wegen der Corona-Pandemie ohne Zuschauer statt, werden aber bei Magenta-Sport live übertragen.

Ob es den Braunschweigern derweil gelungen ist, am Zweiten Weihnachtstag bei den Skyliners in Frankfurt wieder in die Erfolgsspur zu finden, stand bei Druckbeginn dieser NB-Ausgabe noch nicht fest. Nach der überdeutlichen 75:108 (33:60)-Heimpleite gegen die Merlins aus Crailsheim am Sonntag vor acht Tagen hatten sie auf jeden Fall etwas gutzumachen. So attestierte Lukas Meisner, Kapitän und mit 17 Zählern erfolgreichster Punktesammler der Löwen, seiner Mannschaft nach der Partie eine „peinliche Vorstellung“. Auch Trainer Pete Strobl sprach nach der ersten Niederlage nach zuvor vier Siegen hintereinander von einem „Schlag ins Gesicht“. Bereits nach dem ersten Viertel hatte sein Team mit 10:30 zurückgelegen, zur Halbzeitpause betrug der Rückstand schon 27 Punkte.Ich bin enttäuscht von unserer Leidenschaft, von unserem Herz, unserer Einstellung, wirklich von allem – vor allem im ersten Viertel“, brachte Strobl nach den schmerzhaftesten 40 Minuten der bisherigen Saison sein Missfallen zum Ausdruck.

Auch Sportdirektor Nils Mittmann gefiel die dritte Saisonniederlage gar nicht – insbesondere, wie sie zustande gekommen war. „Crailsheim hat mit einer ganz anderen Intensität gespielt als wir“, bestätigte er den Eindruck des Löwen-Trainers. Eine überstürzte Nachverpflichtung als Reaktion auf die deutliche Packung und den krankheitsbedingt längeren Ausfall von Flügelspieler Kostja Mushidi schloss Mittmann allerdings aus: „Wir sondieren den Markt. Was aber nicht kommen wird, ist ein Spieler, der uns nur kurzfristig hilft. Wir gucken, dass wir einen Spieler in unser Programm holen, der uns langfristig weiterhelfen kann und der zu uns passt.“

Die Telekom Baskets aus Bonn waren mit nur einem Sieg aus sieben Bundesliga-Partien in die Saison gestartet. Die Heimspiele am vergangenen Mittwoch und Sonntag gegen Gießen und Göttingen waren bei Redaktionsschluss noch nicht ausgetragen. Im Kader von Ex-Bayern-Assistent Igor Jovovic, der seit dem Sommer auf der Bonner Trainerbank sitzt, präsentierte sich der serbische Power Forward Strahinja Micovic im ersten Saisonfünftel als eifrigster Punktesammler (13,2) und guter Distanzschütze (39,3 Prozent). Mit dem Ex-Ulmer und früheren NBA-Guard Chris Babb haben die Rheinländer einen weiteren Scharfschützen in ihren Reihen, der jederzeit heißlaufen kann.

Gegen den deutschen Meister aus Berlin sind die Löwen im letzten Spiel des Jahres dann klarer Außenseiter.

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