Nochmal den Heimvorteil spüren

Basketball-Bundesliga: Die Löwen empfangen am Sonntag (18 Uhr) Bayreuth in der VW-Halle

Im Hinspiel in Bayreuth am 21. Oktober lieferte Chris Sengfelder mit 15 Punkten und neun Rebounds seine erste richtig starke Leistung im Löwen-Dress ab. Archivfoto: Eibner/imago

Braunschweig. Zum Hauptrundenende der Basketball-Bundesliga besucht medi Bayreuth am morgigen Sonntag (18 Uhr) die Volkswagenhalle. Der Klub von Ex-Löwen-Coach Raoul Korner hat nach einer enttäuschenden Saison keine Chance mehr auf eine Playoff-Teilnahme.

Ob dies auch für die Löwen gilt, stand bei Druckbeginn dieser Zeitung noch nicht fest – die gestrige Heimpartie gegen die Skyliners Frankfurt war noch nicht beendet. Sollten die Braunschweiger verloren haben, so wären auch sie nicht mehr im Playoff-Rennen.

Doch ganz unabhängig davon soll im Hauptrunden-Finale ein Heimsieg her. Und der scheint gegen die strauchelnden Bayreuther, die das Hinspiel mit Dusel 78:77 gewonnen haben, möglich. „Ich bin seit 20 Jahren Profi-Trainer, und ich habe mich noch nie so für eine Leistung geschämt wie heute“, setzte Korner nach dem verlorenen Frankenduell gegen Würzburg am Dienstag zu einer Wutrede an, die sich gewaschen hatte. In eigener Halle hatten sich seine Bayreuther bei der 84:99-Pleite gegen einen ersatzgeschwächten Gegner besonders in der ersten Halbzeit schwach präsentiert (36:53). „Nach der Saison brauche ich ein Jahr Pause“, war Korner bedient.

Dass der ehemalige Löwen-Trainer tatsächlich ein Sabbatjahr einlegen wird, ist eher unwahrscheinlich. Unsicher erscheint aber auch, ob der Österreicher in Bayreuth bleibt. Schon länger wird Korner mit Ulm in Verbindung gebracht, wo der bisherige Cheftrainer Thorsten Leibenath im Sommer den Posten des Sportdirektors übernimmt.

„Ich bin überrascht, dass Bayreuth mit seinem guten Kader nicht besser platziert ist“, sagt der scheidende Löwen-Cheftrainer Frank Menz über den morgigen Gegner. Anders sieht es bei seinem Team aus: Unabhängig davon, ob sie die Playoffs erreichen oder nicht, kann man von einer insgesamt erfolgreichen Löwen-Saison sprechen. In eigener Halle präsentierte sich das Menz-Team lange Zeit als eine Macht. Das soll im letzten Heimspiel der regulären Saison wieder so sein. „Es ist ein Riesenunterschied, ob du dreieinhalbtausend Zuschauer im Rücken hast oder gegen dich“, betont Nationalspieler Chris Sengfelder den Heimvorteil, der ihn und seine Mannschaft auch morgen wieder pushen soll.

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