Nur der Tabellenletzte macht weniger Punkte als die Phantoms | Neue Braunschweiger
26. Dezember 2013
Sportliches

Nur der Tabellenletzte macht weniger Punkte als die Phantoms

Basketball-Bundesliga: Gerade mal ein Braunschweiger Sieg aus den vergangenen fünf Partien.

Lichtblick in einer durchwachsenen Saison: Kyle Visser. Foto: T.A.

Von Christoph Matthies, 23.12.2013.

Braunschweig. Die schönsten Feiertage des Jahres liegen gerade hinter uns, doch so richtig festlich dürfte es zumindest bei den Phantoms in diesem Jahr nicht zugegangen sein. „Das Wort Weihnachten ist bei uns bis zum Alba-Spiel verbannt“, hatte Headcoach Raoul Korner bereits nach der Frankfurt-Pleite auf die Besinnlichkeitsbremse getreten.

Auch das 66:70 gegen Oldenburg, als die Braunschweiger in den letzten sieben Minuten nur vier Punkte erzielten, sorgte am Sonnabend nicht gerade für Feierstimmung. „Wir haben das Spiel 35 Minuten lang kontrolliert, ich möchte sagen dominiert. In den letzten fünf Minuten haben wir dann den Kopf verloren und sind wie ein Kartenhaus zerfallen“, fasste Korner die frustrierende Schlussphase zusammen. Auf Platz zwölf der Basketball-Bundesliga stehend, haben die Phantoms ihr erstes Saisonziel, die Pokalteilnahme, verpasst. Sollte aus den nächsten Partien in Berlin, gegen Würzburg und beim Spitzenreiter in München kein Sieg gelingen, könnte auch der Playoff-Zug bald abgefahren sein. Die Skyliners Frankfurt auf Platz acht haben bereits jetzt vier Punkte Vorsprung.
Mitverantwortlich für die unbefriedigende sportliche Situation ist der stotternde Offensivmotor der Phantoms. Nur Ligaschlusslicht Tübingen erzielt weniger als die 75,4 Punkte, die den Phantoms pro Spiel gelingen. Komisch eigentlich, wenn man bedenkt, dass sie mit Isaiah Swann (16,8), Kyle Visser (13,8) und James Florence (13,6) gleich drei der besten 22 Punktesammler der BBL bezahlen. Doch wie zuletzt gegen Oldenburg leistet sich das Korner-Team immer wieder Phasen, in denen Ordnung und Teamplay abhanden kommen, längere Zeit kein Korb gelingt. Dazu gesellt sich die schwache Bank der Phantoms, von der zuletzt nur Neuzugang Kenny Kadji Impulse geben konnte, während Robert Kulawick und Achmadschah Zazai nur marginal in Erscheinung traten.
Spätestens am Sonntag (17 Uhr) sind die Festtage endgültig vergessen. Dann fahren die Phantoms zum Charaktertest nach Berlin, der Hinweise darauf geben dürfte, wohin die Reise in dieser Saison gehen wird.

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