15. April 2022
Buntes

Ob Glory bald in die Falle tappt?

Immerhin kommt die junge Katze regelmäßig zum Fressen – NB-Leser bieten Hilfe an

Dieses Bild von Glory entstand in der Ukraine. Nach der Flucht fand die Familie ein neues Zuhause auf Zeit in der Stadthalle, wo Glory entlaufen ist.. Foto: privat

Braunschweig. Das Wichtigste vorweg: NB-Leserinnen und -Leser haben das Herz am richtigen Fleck. Von daher können wir heute nur danke sagen für die Zuschriften, die uns erreicht haben. Hilfsangebote waren ebenso darunter wie Hinweise auf den Verbleib der jungen Katze Glory.

Mittlerweile gibt es Anlass zu Optimismus. Glory findet sich regelmäßig an einer eigens für sie eingerichteten Futterstelle ein. In einem zweiten Schritt geht es jetzt darum, sie mit dem Anblick einer Lebendfalle vertraut zu machen und dann – hoffentlich – in ein paar Tagen einfangen zu können. Glorys „Familie“ – Mama, drei Kinder und zwei weitere Katzen, die vor dem Krieg aus der Ukraine geflüchtet sind – warten sehnsüchtig.

Beate Gries, Vorsitzende des Vereins Stadttiere, macht das nicht zum ersten Mal. Speziell Wohnungskatzen sind, sofern sie erst einmal nach draußen entkommen sind, wie ausgetauscht. „Außerhalb des gewohnten Kontextes erkennen sie dann auch ihnen eigentlich vertraute Menschen nicht mehr“, erläutert sie. Deshalb haben auch die Lockversuche der Familie nicht zum Erfolg geführt. Nach all den Wirren, der Angst und Unsicherheit, die Krieg und Flucht mit sich bringen, bedeutet es viel, wenn Glory wieder zu Hause sein könnte. Und „zu Hause“ ist dann wohl auch nicht mehr die Stadthalle, weil für die Familie und die dann hoffentlich drei Katzen in Braunschweig eine neue Bleibe gefunden wurde. Beate Gries freut sich über jeden Vermieter, für den Haustiere kein Ausschlusskriterium sind.
Die NB-Leser bieten nach unserem Aufruf auf vielen Ebenen Unterstützung an, wollen zum Beispiel übergangsweise Tiere geflüchteter Menschen aus der Ukraine aufnehmen und versorgen. Das sei aber nur eine Lösung, sagte Beate Gries, wenn die Unterbringung in Laufweite zur Stadthalle ist und auch die Besuchsmöglichkeit gegeben wäre, denn: „Die Menschen haben ihre Tiere bis hierher gebracht und möchten sich ungern trennen.“

Dieses Foto zeigt Glory an der eigens für sie eingerichteten Futterstelle. Beate Gries ist zuversichtlich, dass es in der nächsten Zeit gelingt, das Kätzchen aus der Ukraine einzufangen. Foto: Beate Gries

Stattdessen denkt die Vereinsvorsitzende über eine vernünftige, temporäre Tierunterbringung in der Nähe der Stadthalle – beispielsweise in einem umfunktionierten Bürocontainer mit großen Gitterboxen nach. Der sei allemal besser als ein Zelt. Speziell wenn es jetzt wärmer wird und darauf den ganzen Tag die Sonne scheint. Derzeit werden verschiedene Möglichkeiten geprüft. Dabei geht es auch um einen Stellplatz oder Spenden für die anfallende Containermiete.

Auch interessant