Ob Konzerte oder Theater: Viele Veranstalter fahren auf Sicht | Neue Braunschweiger
10. März 2020
Kulturelles

Ob Konzerte oder Theater: Viele Veranstalter fahren auf Sicht

Staatstheater, Komödie und Brunsviga richten sich bei der Entscheidung nach den Empfehlungen der Fachleute

Wie viele Kultureinrichtungen plant auch die Komödie am Altstadtmarkt erst einmal auf Sicht. Foto: Marion Korth

Braunschweig. Sechs Wochen ist es her, dass das Corona-Virus zum ersten Mal in Deutschland auftauchte. Mittlerweile bestimmt es auch in Braunschweig das Leben. Eine Reihe von Veranstaltern hat bereits auf die Bremse getreten und sagt geplante Termine ab (siehe Kasten). Wir haben uns bei Braunschweiger Agenturen und Kultureinrichtungen erkundigt, ob es Notfall-Pläne gibt.

Die Veranstaltungsagentur Undercover verweist auf die eigene Internetseite, die aktuelle Informationen für Kunden bereit hält. Leitlinie, ob eine Veranstaltung stattfindet oder abgesagt wird, sei die Einschätzung des Robert-Koch-Instituts. Da für Veranstaltungen von Undercover zum jetzigen Zeitpunkt keine Gefährdung vorläge, so die Pressestelle, fänden diese wie geplant statt. Zum Schutz der Besucher, Künstler und Mitarbeiter würden bei den Events strikt die Hygiene-Empfehlungen des RKI umgesetzt.

Auch das Staatstheater Braunschweig behält die Entwicklung im Auge, teilt Pressesprecherin Susanne Schäfer mit, würde aber zum aktuellen Zeitpunkt keine Vorstellungen absagen.

Den Spielbetrieb erst einmal weiterführen will auch die Komödie am Altstadtmarkt. Sie orientiert sich an den Empfehlungen des Deutschen Bühnenvereins, dem auch die Komödie angehört. „Da Bundesgesundheitsminister Jens Spahn lediglich empfohlen hat, Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern abzusagen, sehen wir momentan keinen akuten Handlungsbedarf. Unsere Vorstellungen werden durchschnittlich von weniger als 250 Zuschauern besucht“, teilt Komödien-Chef Florian Battermann mit.

Uwe Flake vom Kulturzentrum Brunsviga räumt ein, dass die aktuelle Situation auch die Veranstalter etwas ratlos zurücklasse. „Uns fehlt das nötige Hintergrundwissen, ab wann und bei wie vielen Zuschauern Gefahren bestehen, die eine Absage nötig machen“, schreibt er. Die Brunsviga richte sich deshalb nach den Entscheidungen von Fachleuten. „Sollte das Gesundheitsamt zu dem Schluss kommen, dass auch kleinere Veranstaltungen mit maximal 270 Zuschauern eine Gefahr darstellen, werden wir unser Haus bis auf Widerruf schließen“, so Flake. Bis dahin fänden alle Termine statt.

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