25. April 2021
Stadtplanung

OB Markurth: „Das ist richtig gut gelungen“

Nach eineinhalb Jahren Bauzeit wurde das Sportbad Heidberg im kleinen Kreis offiziell eröffnet

Weihten in kleinem Kreise den neuen Hallenbadteil ein (vorne v.r.): Oberbürgermeister Ulrich Markurth, Stadtbad-Geschäftsführer Tobias Groß und Aufsichtsratsvorsitzender Björn Hinrichs. Fotos: Birgit Wiefel

Heidberg. Sie ist eine Punktlandung was Bauzeit und Kosten betrifft. In der vergangenen Woche wurde die neue 25-Meter-Halle des Sportbads Heidberg eingeweiht und der einzige Wermutstropfen ist: Der Schwimmbetrieb muss aufgrund der Corona-Pandemie weiter auf Eis liegen.

„Das ist eine richtig gut gelungene Sache“, freute sich Oberbürgermeister Ulrich Markurth bei der kleinen Zeremonie und verwies auf die Schwierigkeiten, die Abriss und Neubau eines solchen Gebäudes bei laufendem Betrieb mit sich bringen. „Ein Schwimmbad besteht nicht nur aus Beton, sondern aus ganz viel Technik, die reibungslos funktionieren muss.“
Mit der Firma Industriebau Wernigerode habe man einen erfahrenen Generalunternehmer an der Seite gehabt, der auch mal alte Zöpfe abschnitt. Im 25-Meter-Becken gibt es zum Beispiel keine Fliesen mehr, sondern Edelstahl an Wand und Boden. „Zugegeben – es sieht ein bisschen aus wie in der Küche, aber es ist viel leichter zu reinigen“, nennt Tobias Groß die Vorteile.
Beim kurzen Rundgang durch das neue Bad stellte Groß, seit Januar 2020 neuer Geschäftsführer der Stadtbad GmbH, weitere Neuerungen vor. So gibt es jetzt ein Kurs- und Trainingsbecken mit modernem Hubboden ähnlich wie in der Wasserwelt. Auch ein Kinderbecken mit Wickelmöglichkeit ist entstanden, ebenso wie ein brandneuer Saunabereich, der mit seinem leuchtenden Farbkonzept, zwei Saunen, einem Dampfbad, zwei Ruheräume und einer Terrasse eine echte Verbesserung zum Vorgängermodell ist. „Dank einer Rampe, einem Wegekonzept und einem Beckenlifter sollen auch Menschen mit Beeinträchtigungen das Bad so problemlos wie nur möglich nutzen können“, betont Groß.

Das neue 25-Meter-Becken mit hygienischem Edelstahlboden. Je nach Bedarf können die vier Schwimmbahnen auf fünf erweitert werden. Dafür lagert im Keller ein weiterer Startblock.

Genau daran hapert es im Moment. „Mich erreichen viele Briefe mit der Bitte: Macht doch endlich die Bäder wieder auf“, sagte Oberbürgermeister Markurth mit Blick die coronabedingte Schließung. „Abgesehen von Schwimmwettkämpfen und dem täglichen Betrieb halte ich insbesondere die Wiederaufnahme der Schwimmausbildung für enorm wichtig“, hoffte er auf eine baldige Rückkehr zur Normalität.

Rückblick

Erbaut wurde das Heidbergbad (nicht zu verwechseln mit dem später hinzugefügten 50-Meter-Wettkampfbecken) 1973. Nach fast 50 Jahren Dauernutzung war es so marode, dass nur noch ein Abriss und Neubau sinnvoll erschien. Die Arbeiten begannen im Juni 2019, bereits im September folgte die Grundsteinlegung. Ein weiteres dreiviertel Jahr später, im Juni 2020, fand die Richtkranzlegung statt. Auch danach ging es straff voran, und so konnte der ursprünglich gesteckte Zeitplan trotz Corona und anderen Unwägbarkeiten nahezu vollständig eingehalten werden. Die Kosten des Neubaus, der jetzt wieder das 50-Meter-Wettkampfbecken komplettiert, betragen rund zehn Millionen Euro. Unter www.stadtbad-bs.de gibt es ein Video, dass die Baufortschritte im Zeitraffer zeigt

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