„Offensivrebounds sind ein einfacher Weg zu Punkten“

Basketball-Bundesliga: Der neue Forward der Löwen Amin Stevens im Gespräch mit der nB.

Amin Stevens (links) und Kenny Frease sollen unter den Körben aufräumen. Foto: Ammerpohl

Von Christoph Matthies, 01.09.2015.

Braunschweig. Der US-Amerikaner Amin Stevens ging in den vergangenen beiden Spielzeiten in Österreichs erster Liga auf Korbjagd. In der kommenden Saison soll der 2,01 Meter große Forward den Frontcourt der Löwen verstärken. Die nB unterhielt sich mit dem 24-Jährigen aus Atlanta.

Amin Stevens, als was für einen Spielertyp würden Sie sich selbst beschreiben?

Ich bin im Grunde ein „Stretch Four“, ein Power Forward, der offensiv vieles kann und das Feld breit macht. Wenn größere Spieler dann nach außen kommen, um mich zu verteidigen, haben sie es schwer, weil ich kleiner und schneller bin. In der Verteidigung verzeichne ich viele Ballgewinne auf der „Helpside“. In den vergangenen Jahren war ich stets unter den besten Fünf der Liga in der Kategorie Steals. Außerdem versuche ich, unter dem Korb robust dagegenzuhalten, meinen Körper zu benutzen.

Ihre Selbsteinschätzung als „Stretch Four“ überrascht. In der vergangenen Saison in Wien haben Sie kaum Dreier genommen…

So wie die Offense im vergangenen Jahr aufgestellt war, musste ich keine Dreier werfen. Das war auch für mich ungewohnt, in den Jahren davor habe ich deutlich mehr geworfen. Auch mein Wurf aus der Mitteldistanz ist ziemlich gut.

Sie gelten als starker Rebounder. Können wir viele Punkte nach Tip-Ins und Putbacks erwarten?

Auf jeden Fall. Schon in der Highschool habe ich gelernt, dass Offensivrebounds einer der einfachsten Wege zu Punkten sind. Und natürlich mag ich es zu punkten, das ist also eine Extra-Motivation Rebounds zu holen.

In Österreich waren Sie ein Allstar und haben den Slam-Dunk-Contest gewonnen. Sind Sie ein besonders spektakulärer Spieler?

Schon irgendwie, aber die Athleten in Österreich lassen sich wahrscheinlich nicht mit denen in der BBL vergleichen. „Den Dunk-Contest gewonnen“, das klingt erstmal gut. Aber wenn du den Wettbewerb gesehen hättest… Ich möchte mich nicht damit brüsten, weil der echt schlecht war.

Nach Profistationen in der Slowakei und in Österreich spielen Sie nun erstmals in Deutschland. Was können Sie in der BBL bewegen?

Ich weiß, dass es hier sehr physisch zugeht. Im vergangenen Jahr haben wir ein Testspiel gegen ein deutsches Team absolviert, und das war definitiv ein großer Unterschied. Die Intensität war viel höher, als ich es gewohnt war. Ich werde mich daran gewöhnen müssen und dann mein Spiel spielen.

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