Ohne Center: Strobl lässt die Zwerglöwen los | Neue Braunschweiger
3. März 2020
Sport

Ohne Center: Strobl lässt die Zwerglöwen los

Basketball-Bundesliga: Mit kleiner Formation verlieren die Braunschweiger gegen Göttingen

Foulbelastet: Scott Eatherton. Foto: SoulClap Media/oh

Braunschweig. Wer in die Playoffs will, sollte in der Basketball-Bundesliga tunlichst seine Heimspiele gewinnen. Im Derby am vergangenen Freitag gelang dies den Löwen erneut nicht, die BG Göttingen siegte vor 3616 Zuschauern in der VW-Halle 91:87 (49:41).

Weil Center und Ex-Göttinger Scott Eatherton mit Foulproblemen zu kämpfen hatte und Anfang des Schlussviertels mit seinem fünften Foul disqualifiziert wurde, setzte Löwen-Trainer Pete Strobl verstärkt auf ganz kleine Aufstellungen. So agierte Braunschweigs Bester Karim Jallow (26 Punkte) mit seinen 1,98 Metern lange als Center, umringt von vier Guards, drei davon keine 1,90 Meter groß: Die Zwerglöwen waren los!

Das funktionierte nicht mal schlecht, die Gastgeber kämpften sich im Schlussviertel mehrfach bis auf zwei Punkte heran. Das war es dann aber auch. „Wir waren nicht konzentriert genug. Wenn wir nur mit Herz, mit Kämpfermentalität spielen, dann spielen wir kopflos“, analysierte Strobl.
Derweil scheint der Trainer das Vertrauen in Center Aleks Marelja endgültig verloren zu haben. Trotz Eathertons Ausscheiden durfte der Serbe (wie auch Lucca Staiger) in Halbzeit zwei nicht mehr auf das Parkett – die Höchststrafe!

Marelja besetzt einen wichtigen Importplatz. Ihn auszutauschen scheitere aber schon am Geld, sagte Sportdirektor Sebastian Schmidt der Braunschweiger Zeitung. Am Samstag (20.30 Uhr) tritt der Tabellenzwölfte bei Mareljas Ex-Klub Mitteldeutscher BC an.

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