Open Studios: HBK öffnet Türen

Am Mittwoch um 18 Uhr wird der „Rundgang 2019“ eröffnet – Kunst und Design bis Sonntag

Louis Wessendorff ist einer der Diplomanden, die beim "Rundgang 2019" der HBK ihre Arbeiten zeigen. Foto: Birgit Wiefel

Westliches Ringgebiet. Ein Regal mit abgeschliffenen Büchern, ein Auto voller Erinnerungen, ein Bild mit verschlüsselten Botschaften: Wenn die Hochschule für Bildende Künste (HBK) Mittwochabend wieder für fünf Tage die Türen zu Werkstätten und Ateliers öffnet, sind zum ersten Mal auch die Abschlussarbeiten aus dem Bereich Freie Kunst dabei.

Der „Rundgang 2019“ geht bis einschließlich Sonntag. Vorgestellt werden neben den Diplomarbeiten Werke aus den Bereichen Design und Wissenschaft, außerdem gibt es viele Infos rund um das Studium an der Kunsthochschule.
„Bislang wurden die Abschlussarbeiten immer kurz vor dem Rundgang abgehängt – sehr zum Bedauern der Studierenden“, sagt Pressesprecher Jesco Heyl. Dieses Mal bleiben sie also hängen.

Einer der Diplomanden ist Hae Kim. In der Montagehalle ist sein Bücherregal zu sehen. Was auf den ersten Blick aussieht wie ein Modell für Ikea hat eine tiefere Bedeutung. Alle Bücher sind blank – Einband und Seiten hat Kim sorgfältig abgeschliffen, den Staub in Kästen gesammelt – „Erinnerungen und Erfahrungen sind damit gelöscht“, sagt der 36-Jährige.
Louis Wessendorff gibt seinen Besuchern dagegen ein Rätsel auf: Seine Bilder und Comics sind mit einem ganz persönlichen Code verschlüsselt, Begriffe durch eine Zahlenkombination ersetzt. Das Spiel mit Sprache und Bild ist spannend und witzig zu gleich.

Sehr persönlich geht dagegen die 30-jährige Absolventin Lea Schürmann die Aufgabe an. Sie hat im Artmax einen Gebrauchtwagenplatz geschaffen. Das Auto ohne Inhalt und mit blinden Scheiben erinnert sie an eine verlorene Liebe. Wer möchte, kann im Innern in einen Mikrokosmos aus Klängen und Gefühlen eintauchen.

^