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„Optimismus, aber keine Euphorie“

Fußball: Schubert zufrieden mit der Vorbereitung – Auch Ivan Franjic verlässt Eintracht

Eintracht-Trainer André Schubert mit Niko Kijewski. Foto: imago/Christian Schroedter

Braunschweig. Am Sonntag startet Eintracht Braunschweig gegen Hansa Rostock in die Restrunde der 3. Fußball-Liga und muss in den verbleibenden 18 Punktspielen acht Zähler sowie ein schlechtes Torverhältnis gegenüber der Konkurrenz gutmachen.

In den Testspielen konnten die Löwen ein positives Bild hinterlassen und legten nach dem 5:0-Sieg über Germania Halberstadt am Wochenende mit dem gleichen Ergebnis gegen Rot-Weiß Erfurt nach.
Gegen die Thüringer zeigten sich die Neuzugänge torhungrig: Marcel Bär (9./24.) und Julius Düker (55./87.) trafen doppelt, zudem verwandelte Marc Pfitzner einen Handelfmeter (67.).

„In den Testspielen hat das eine oder andere schon ganz gut funktioniert, während wir an manchen Dingen noch arbeiten müssen“, erklärte André Schubert zu Wochenbeginn und ordnet den aktuellen Stand der Vorbereitung im positiven Bereich ein: „Insgesamt hat das Ganze in den vergangenen zweieinhalb Wochen schon ganz gut funktioniert, sodass wir als Trainerteam ganz zufrieden sein können. Wir haben durchaus Grund für Optimismus, dürfen allerdings nicht in Euphorie verfallen.“

Zweifelsohne liegt eine Herkulesaufgabe vor seiner Mannschaft, deren Gesicht sich mit jeweils neun Zu- und Abgängen nachhaltig verändert hat. „Die Mischung stimmt, die Spieler lernen sich mit jedem Training, und jedem Spiel besser kennen und die Strukturen in der Mannschaft entwickeln sich“, so der Eintracht-Coach, der dieser Tatsache noch vor Punktspielbeginn Rechnung tragen wird und eine Neuwahl von Kapitän und Mannschaftsrat auf die Tagesordnung gesetzt hat.

Durch die neun Neuzugänge sei laut Schubert neben einem höheren Trainingsniveau auch eine Verbesserung der Zweikampfqualität wahrnehmbar gewesen. „Das hilft allen anderen Spielern“, so der 47-Jährige, der außerdem auf die „Unbelastetheit“ der neuen Kräfte verweist: „Sie tragen die Negativerfahrungen der Hinrunde nicht mit, das wirkt sich positiv aus und lockert die Stimmung. Trotzdem wissen alle, was wir für eine Aufgabe vor uns haben.“
Durch die neuen Akteure sieht sich der Fußball-Lehrer in der komfortablen Position, Ausfälle nahezu gleichwertig kompensieren zu können, was in der aktuellen Situation wichtiger denn je erscheint. „Im Gegensatz zu anderen Mannschaften haben wir in der Tabelle keinen Puffer, sondern einen Rückstand, den wir aufholen müssen. Dementsprechend wollen wir so aufgestellt sein, Spieler bei Sperren oder Verletzungen ohne Qualitätsverlust ersetzen können“, erklärt der 47-Jährige.

Nicht mehr dabeisein werden künftig Gustav Valsvik, der in seine norwegische Heimat zu Rosenborg Trondheim wechselte und Ivan Franjic, der sich mit dem Verein über eine Vertragsauflösung einigte. Für die freigestellten Mergim Fejzullahu und Lukas Kruse soll ebenfalls noch ein neuer Arbeitgeber gefunden werden. „Wir sind in Gesprächen und versuchen, eine Lösung zu finden“, erklärt Schubert, der zudem einige Talente vorübergehend abgeben möchte: „Nick Otto, Ayodele Adetula und Eric Veiga sollen ausgeliehen werden, um mehr Spielpraxis zu bekommen, möglichst auf Regionalliga-Niveau.“

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