Ordentlich Selbstvertrauen getankt

Fußball: Eintracht will die Aufholjagd am Sonntag gegen den SV Wehen Wiesbaden fortsetzen

Steffen Nkansah (r.) und die Eintracht wollen morgen wieder punkten. Foto: Hübner/imago

Braunschweig. Der 1:0-Sieg beim FSV Zwickau brachte die Eintracht-Fußballer bei ihrer Drittliga-Aufholjagd ein gutes Stück voran. Dieser Trend soll nun vor heimischer Kulisse fortgesetzt werden. Gegner ist am Sonntag um 14 Uhr der SV Wehen Wiesbaden, der seinerseits Aufstiegsambitionen hegt und die Rückrundentabelle mit drei Siegen anführt.

„Wir waren nach dem Schlusspfiff in Zwickau alle sehr erleichtert“, erklärt Steffen Nkansah, der mit seinen Teamkollegen in Sachsen den zweiten Erfolg in Serie einfahren konnte, was den Abstand zu den Nichtabstiegsplätzen auf nur noch drei Zähler verringerte. „Nachdem das gesamte vergangene Jahr für uns alle nicht einfach war, ist es schön, dass es in der jetzigen Phase besser läuft“, so der Abwehrspieler, der vorsichtig optimistisch in die Zukunft blickt: „Es ist noch ein langer Weg vor uns. Wenn wir genauso arbeiten wie in den vergangenen Wochen, haben wir aber Grund zur Zuversicht.“

An der Tatsache, dass erstmals seit seinem Wechsel in die Löwenstadt zwei Siege in Folge gelangen, hat der 22-Jährige einen großen Anteil. Seitdem André Schubert den Abwehrverbund um ihn, Robin Becker und Niko Kijewski bildete, wirken die Löwen deutlich stabiler als zuvor: „Es hat sich so ergeben, der Trainer hatte zuvor einiges ausprobiert. Allerdings sind nicht nur die Abwehrspieler und der Torhüter Teil der funktionierenden Defensive, sondern auch die anderen Spieler.“
Den Eintracht-Coach kannte der ehemalige Gladbacher bereits aus seiner Zeit bei den Fohlen, wo sich Schubert erst für die U23 und später für die Profis verantwortlich zeigte: „Wenn sich Trainer und Spieler schon kennen, ist das in einer Situation wie bei uns sicher von Vorteil. Der Trainer weiß, was der Spieler kann, und der Spieler kann einschätzen, was von ihm verlangt wird.“

Die akribische Arbeitsweise von Schubert kommt ihm dabei sehr entgegen: „Man weiß sofort, welche Rolle man spielen soll, außerdem hat er uns klargemacht, dass eine stabile Defensive die absolute Basis für den Erfolg ist.“
Diese hatten die Löwen auch im Hinspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden, allerdings nur bis kurz vor Schluss. Nach einer 3:1-Führung bis zur 83. Minute gab die Mannschaft die sicher geglaubten drei Punkte in der Nachspielzeit noch aus der Hand. „Das Hinspiel ist natürlich bei allen, die dabei waren, in den Köpfen geblieben“, ärgert sich der gebürtige Münsteraner über das erste Aufeinandertreffen mit den Hessen, die er zwar als starken Kontrahenten in Erinnerung hat, der sich mit seiner Mannschaft aber trotzdem etwas ausrechnet: „Wir treffen auf einen physisch starken, sehr guten Gegner. Aber wir haben zuletzt ebenfalls Selbstvertrauen getankt.“

So könnten sie spielen: Fejzic – Kijewski, Nkansah, Becker, Kessel – Nehrig, Pfitzner, Fürstner – Putaro, Hofmann, Bär (Bulut).

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